Hafenpläne bisher ohne Effekt auf Bodenpreise

Die Grundstückspreise sind in Karlshafen niedrig. Im Kreisteil sind sie im Kelzer ring in Hofgeismar am teuersten.

Bad Karlshafen/Hofgeismar. Der Kelzer Ring in Hofgeismar gilt in der Nordspitze für potenzielle Hausbauer als besonders beliebt, Bad Karlshafen kämpft weiter mit Leerstand. Dort hat sich die beschlossene Hafenöffnung offenbar noch nicht auf das Interesse an Grundstücken und Häusern ausgewirkt.

Grundstücke in Bad Karlshafen kosten im Durchschnitt 35 Euro pro Quadratmeter. Das ist laut dem Amt für Bodenmanagement in Korbach, das für den Landkreis Kassel zuständig ist, sehr wenig. Gebrauchte Immobilien seien in Bad Karlshafen ebenfalls schwer zu verkaufen, was auch am Leerstand liege. Dieser mache die Stadt für potenzielle Käufer unattraktiv. „Das ist ein Teufelskreis“, sagt Amtsleiter Frank Mause. Zum Vergleich: Im Kelzer Ring in Hofgeismar kosten Grundstücke 110 Euro pro Quadratmeter. Das ist im Kreisteil der höchste Wert. „Dieses Neubaugebiet ist sehr gefragt“ sagt Karina Fennel vom Amt für Bodenmanagement.

Wie teuer allein Grund und Boden im Kreis sind, darüber geben die sogenannten Bodenrichtwerte Auskunft. „Diese liegen derzeit zwischen 20 Euro pro Quadratmeter zum Beispiel in Trendelburg und 150 Euro in Obervellmar und Ihringshausen.“

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Grundstücke ist im vergangenen Jahr im Kreis Kassel angestiegen. Mussten 2015 noch 82 Euro gezahlt werden, waren es 2016 im Schnitt 84 Euro. Doch die Preise schwanken je nach Kommune. „In den ländlichen Regionen ist es deutlich günstiger als im Speckgürtel um Kassel“, sagt Fennel.

Teurer und gefragter als zum Beispiel in Bad Karlshafen und Trendelburg sind Grundstücke in Immenhausen (65 bis 80 Euro pro Quadratmeter) und Calden (64 Euro durchschnittlich). „Je näher die Kommune an Kassel liegt, desto beliebter ist sie.“ Veckerhagen schlägt da mit 70 Euro aus der Reihe, was allerdings an der Nähe zu Hann. Münden liege. 

Rubriklistenbild: © dpa

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