Haushalt: Bad Karlshafen plant mit Rekord-Steuersätzen

Bad Karlshafen. Die Grundsteuern sollen in diesem Jahr auf 545 und im nächsten auf 600 Prozentpunkte steigen

Harte Sparmaßnahmen und steigende Steuereinnahmen - das sind die Mittel, mit der die Stadt Bad Karlshafen ihren nach wie vor hochdefizitären Haushalt in den kommenden Jahren allmählich in den Griff bekommen will.

Was die Steuerhebesätze angeht, so werden insbesondere die Grundstücksbesitzer zur Kasse gebeten. Laut dem Entwurf des Doppel-Haushaltsplanes 2015/2016, den Bürgermeister Ullrich Otto in der jüngsten Stadtverordnetensitzung vorstellte, werden die Grundsteuern A und B in diesem Jahr auf 545 Prozentpunkte und im nächsten Jahr sogar auf 600 Punkte steigen. Die Gewerbesteuer bleibt indes weiter bei 410 Prozentpunkten.

Sparen will die Stadt unter anderem beim Personal, bei den Gremien, beim Tourismusservice und beim Versicherungsschutz. Gekürzt werden sollen Zuschüsse und Mitgliedsbeiträge. Doch trotz aller Anstrengungen muss der Kämmerer mit einem Defizit von 948 000 Euro in diesem und mit 722.000 Euro im nächsten Jahr rechnen.

Der Kassenkredit, der zur Finanzierung der laufenden Verwaltung und des Betriebs in Anspruch genommen werden kann, soll auf 17 Millionen Euro ansteigen. Für Kommunen von der Größe Bad Karlshafens ist dies ein einmalig hoher Wert.

Rubriklistenbild: © dpa

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