Heim für Flüchtlinge an Kurpromenade lehnt Bürgermeister ab

Hotelsterben in Bad Karlshafen: Furcht vor der Geisterstadt

Seit Wochen geschlossen: Auch der neue Besitzer des Hotels am Kurpark in Bad Karlshafen, Jony Bassil, weiß noch nicht genau, wie es mit der Immobilie weitergehen wird. Foto:  Henke

Bad Karlshafen. Karlshafens Bürgermeister Ullrich Otto hofft, dass sich für das Hotel am Kurpark eine tragfähige Lösung findet. „Vielleicht in Kooperation mit dem Carolinum."

Dass an der Kurpromenade, „unserem Zentrum des Kurbetriebs“ ein Heim für Flüchtlinge entsteht, das aber lehnt der Bürgermeister entschieden ab.

Otto weist darauf hin, dass man beispielsweise mit der ehemaligen Jugendherberge an der Winnefelder Straße oder mit dem ehemaligen Parkhotel Schöneck in der Stadt auf Gebäude verweisen können, „die sich wesentlich besser eignen würden“. Zudem gebe es auch noch eine Reihe leer stehender Wohnungen, in denen Flüchtlinge untergebracht werden könnten. Doch das müsse der Landkreis, der zuständig für die Unterbringung von Flüchtlingen ist, entscheiden. „Als Bürgermeister bin ich dabei ziemlich hilflos“. Nichts machen könne er als Verwaltungschef auch nicht in der Frage der aufgegebenen Hotels.

Der Stadt helfen, sich zu entwickeln, das will indes Jony Bassil. Der Göttinger Kaufmann ist bereits seit Jahren Eigentümer des Einkaufszentrums auf der rechten Weserseite mit Rewe, Aldi und Kik. Für seine Grundstücke dort müsse er an Grundsteuer inzwischen mit 18.000 Euro das Dreifache bezahlen. Doch der Bebauungsplan für eine Erweiterung der Geschäfte komme nicht voran, beschwert sich Bassil. Das ginge in anderen Kommunen schneller. Der Kaufmann befürchtet, „dass sich Bad Karlshafen mehr und mehr zu einer Geisterstadt entwickelt“. Als er vor Jahren in die Stadt gekommen sei, da hätten noch 1000 Menschen mehr hier gewohnt. Dass dies nicht so weitergeht, daran wolle er mithelfen, sagt Bassil. (geh)

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