Antrag zur Umgestaltung der B 83

Ortsdurchfahrt Helmarshausen soll sicherer werden

An der Mittelinsel („Querungshilfe“) der Poststraße in Helmarshausen kommt es immer wieder zu kritischen Situationen. Der Magistrat soll sich um eine Entschärfung kümmern. Unsere Nachtaufnahme zeigt einen vorbeifahrenden Pkw.
+
An der Mittelinsel („Querungshilfe“) der Poststraße in Helmarshausen kommt es immer wieder zu kritischen Situationen. Der Magistrat soll sich um eine Entschärfung kümmern. Unsere Nachtaufnahme zeigt einen vorbeifahrenden Pkw.

Die Ortsdurchfahrt der Poststraße/B 83 in Helmarshausen soll schon bald sicherer für Fußgänger werden, und zwar, noch bevor die Bundesstraße verlegt wird.

Bad Karlshafen - Das sieht ein Prüfauftrag der SPD bezüglich der Querungshilfe nahe der Diemelbrücke vor, den die Bad Karlshafener Stadtverordneten einstimmig verabschiedeten. Mehrheitlich stimmten sie auch dem Antrag zu, sich um eine barrierefreie Umgestaltung der Poststraße zu bemühen.

Kritische Situationen

Nach Darstellung des Antragstellers Karl-Erwin Franz (SPD) kommt es immer wieder zu kritischen Situationen, weil manche Fußgänger glauben, sie hätten an der Mittelinsel Vorrechte wie an einer Ampel. Das sei aber nicht der Fall. Andererseits stoppten immer wieder Autofahrer plötzlich, weil sie glaubten, sie müssten anhalten. Es sei ein Glück, dass an dieser Stelle noch kein Unfall passiert sei.

Die Querungshilfe wird viel genutzt als Verbindung von der Altstadt zu Bäckerei, Bürgerhaus, Lebensmittelmarkt und Mittelberg. Der Magistrat solle sich dafür einsetzen, dass noch vor dem Rückbau der Bundesstraße hier ein ordnungsgemäßer Überweg mit Ampel oder Zebrastreifen entsteht. Yvonne Mittag-Luft ergänzte, dass auf der Mittelinsel nicht genug Platz für Fahrräder mit Anhänger sei.

Schon mehrere Versuche

Bürgermeister Marcus Dittrich sagte, dass man es noch mal versuchen könne, auch wenn frühere Vorstöße in dieser Sache keinen Erfolg hatten. Die Verkehrsberuhigung in der Ortsdurchfahrt sei auch schon Thema bei Verkehrsschauen gewesen, doch es gebe hier keinen Unfallschwerpunkt und das Verkehrsaufkommen sei nicht hoch genug für Ampel oder Überweg. Der Antrag wurde mit 13 Ja-Stimmen angenommen.

Mehr Lebensqualität

In ihrem zweiten Antrag forderte die SPD, dass nach der Freigabe der Ortsumgehung ab Ende 2022 die verkehrsberuhigte Umgestaltung der Poststraße mit Rückbau der Randsteine und Ausweisung einer Tempo-30-Zone in die Gespräche der Planungsgruppe aufgenommen werden. Dafür gab es aber nur zehn Ja-Stimmen bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung. Thorsten Schäfer (CDU) sagte, dass die Bewohner Helmarshausens nach Jahrzehnten der Belastung wieder mehr Lebensqualität verdient hätten. Dem Lkw-Verkehr müsse es so schwer wie möglich gemacht werden, die Ortsdurchfahrt zu benutzen.

Florian Kohlweg (AfD), der gemeinsam mit einem CDU-Vertreter gegen den Antrag stimmte, bezeichnete es als „Schwachsinn“, die Innenstadt unbequem, zu machen, sie müsse vielmehr attraktiver für Autofahrer werden. Tempo 30 reduziere keinen Lärm, unter anderem wegen höherer Drehzahlen.

Betriebe brauchen Lkw-Verkehr

Landwirt Henning Hillebrand (CDU) sagte, dass ein Kompromiss nötig sei, denn die Betriebe in Helmarshausen seien auf LKW angewiesen. Karl-Erwin Franz ergänzte, dass in dem Antrag nicht von Blumenkübeln auf der Straße die Rede sei.

Bürgermeister Marcus Dittrich erklärte, dass die Verkehrsberuhigung ein Wunsch der Bürger gewesen sei und im Ortsentwicklungskonzept stehe. Es gehe nicht darum, Poller aufzustellen. Die Feuerwehr müsse auch durchkommen können.  (Thomas Thiele)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.