Mauer wird zusätzlich saniert

Kampf mit Pflanzen gegen Algenplage im Bad Karlshafener Hafenbecken

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Hier wird Kies in den Kanal eingebracht, auf dem dann Pflanzen zur Verbesserung der Wasserqualität des Hafens wachsen sollen.

Die Arbeiten zur Verbesserung des Ökosystems und der Wasserqualität im Hafen in Bad Karlshafen können beginnen

Seit Montag dieser Woche wurde zunächst eine Kiesschicht im Zulaufkanal zwischen der Teufelsbrücke und der Carlstraße eingebracht. Auf dieser Schicht sollen nächste Woche verschiedene Wasserpflanzen angesiedelt werden. Sie sollen das Ökosystem des Hafenbeckens verbessern und nach dem Prinzip einer biologischen Kläranlage dem von der Diemel zulaufenden Wasser die Nährstoffe entziehen.

Außerdem soll mit dieser Maßnahme verhindert werden, dass es in Zukunft wieder zu einem solch extremen Algenwachstum wie im vergangenen Jahr kommt, erläutert Bürgermeister Marcus Dittrich. Für die Verbesserung des Ökosystems im Hafenbecken erhält die Stadt Bad Karlshafen einen Landeszuschuss als Vollfinanzierung nach dem Bundesnaturschutzgesetz.

Ökosystem renaturieren

Die entsprechenden Arbeiten konnten dank der Fördermittelzusage und der Unterstützung von Dr. Heike Zimmermann-Timm von der Goethe-Universität Frankfurt bei der Gewässeranalyse vom Magistrat kurzfristig an ein Gartenbauunternehmen aus Lauenförde vergeben werden.

„Nach der Wiederanbindung des Hafens an die Weser im vergangenen Jahr können wir nun auch das Ökosystem im Hafen renaturieren und damit gleichzeitig hoffentlich einem weiteren starken Algenwachstum vorbeugen“, freut sich Bürgermeister Marcus Dittrich. Nach Abschluss der Arbeiten könne auch der Hafenbetrieb wieder aufgenommen werden.

Behinderungen für den Verkehr

Für die Einbringung der Kiesschicht musste die Invalidenstraße bis einschließlich Mittwoch abschnittsweise voll gesperrt werden. Während der weiteren Arbeiten kann es zu Verkehrsbehinderungen auf der Invaliden- und Conradistraße kommen. Die Stadt bittet die Anwohner um Verständnis.

Der Landesbetrieb Immobilien Hessen hat der Stadt außerdem mitgeteilt, noch in diesem Jahr auch den letzten Mauerabschnitt im Landgraf-Carl-Kanal am Invalidenhaus zwischen der Carlstraße und dem Mühlgraben zu sanieren. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Anschluss an die Mauersanierung an der Schwaneninsel im September ausgeführt werden.

Um die Wasserhaltung des Hafens nicht zu gefährden, werden dazu bereits in den kommenden Wochen Vorbereitungen (etwa Bau eines Damms) getroffen, die nur bei dem derzeitig abgesenkten Wasserstand möglich sind. Dabei kann es in der 25. Kalenderwoche (ab 15. Juni) ebenfalls zu kurzfristigen Verkehrsbeeinträchtigungen in der Carlstraße und der Conradistraße kommen, da der Damm mithilfe eines Mobilkranes eingesetzt werden muss. Über eventuell nötige Sperrungen will die Stadt informieren.

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