Karlshafen: Bald wieder Wasser im Hafen

Auch im Landgraf-Carl-Kanal sind die Mauern instandgesetzt worden: Restarbeiten stehen noch auf den Straßenseiten an. Foto:  Henke

Bad Karlshafen. Die Sanierung der Mauern des Hafenbeckens und des Kanals in Bad Karlshafen sind weitgehend abgeschlossen.

Auf der Wasserseite sind die Mauern nun komplett verfugt, so dass sie wieder dicht und standfest sein sollten. Gingen die weiteren Arbeiten gut voran und spiele das Wetter mit, dann könnte im günstigen Fall bald wieder das Diemelwasser durch den Kanal fließen und das Hafenbecken geflutet werden, sagt Bürgermeister Ullrich Otto.

Doch bevor der Hafen wieder sein Wasser erhält, sollen die in Jahrzehnten dort abgelagerten Sedimente ausgebaggert und auf eine Bodendeponie verbracht werden. Die Mengen sind erheblich. Bauamtsleiter Detlev Schminke rechnet mit einem Aushub von 5000 bis 6000 Kubikmetern gewaltig. Das entspricht einigen hundert Lkw-Ladungen. Schadstoffmessungen hätten ergeben, dass die Ablagerungen in die niedrigste Belastungsstufe fallen.

Baugrund geeignet 

Baugrunduntersuchungen im Zuge der Vorplanungen für die Hafenöffnung hätten ergeben, dass die Bodenverhältnisse so sind, dass das Wasser im Becken gehalten werden kann, sagt der Bürgermeister. Von daher gebe es auch keine Bedenken für den Bau einer Schleuse. Das sei eine gute Nachricht, so Otto. Die Vermutung, dass die Beckensohle vor 300 Jahren mit Steinplatten ausgelegt worden sei, hätte sich nicht bestätigt.

In den nächsten Tagen werden noch Restarbeiten an den zur Conradistraße liegenden Seiten ausgeführt. Auch die Treppen zum Wasser sind bereits instand gesetzt worden. Auch die Brücke über den Kanal soll bald wieder aufgebaut werden. In neue Konstruktion sollen dann die Ornamente des historischen Brückengeländers eingearbeitet werden.

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