Karlshafen: Bald wieder Wasser im Hafen

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Nach der Rodung im Oktober werden nun noch die Reste des Hafenbewuchses gemäht. Im Hintergrund die sanierte Kanalmauer - die Fußgängerbrücke ist noch nicht wieder eingebaut.

Bad Karlshafen. Seit über zwei Jahren ist der Karlshafener Hafen trocken. Das könnte sich bald ändern.

Wo früher das Wasser stand, hat sich inzwischen eine dichte Narbe aus Schilf- und Wildkräutern gebildet. Im Oktober wurde der Bewuchs gemäht, aber schon sprießt wieder frisches Grün auf den offenbar fruchtbaren Sedimenten. Höchste Zeit also, dass Kanal und Hafenbecken wieder geflutet werden und Wasser die Hafenoberfläche bedeckt.

Wenn es nach Bürgermeister Ullrich Otto geht, dann sollte das in den nächsten Wochen geschehen. „Denn noch eine ganze Saison ohne Wasser im Hafen wäre nicht gut.“ Touristen und Feriengäste erwarten, dass der Hafen auch ein Hafen ist, weiß Otto.

Karl Weber, Direktor des Landesbetriebes Verwaltung Schlösser und Gärten in Bad Homburg, kann Otto beruhigen. Er teilte am Freitag auf HNA-Anfrage mit, dass demnächst tatsächlich das Hafenbecken wieder geflutet werden solle. Das werde geschehen, sobald die letzten Mäharbeiten erledigt und der sich angesammelte Unrat beseitigt worden seien.

Beginn zweite Hälfte 2017

Damit ist nun entschieden, dass nicht bis zum Beginn der Bauarbeiten für Hafenöffnung und Schleuse der Beckenboden eine unansehnliche Brachfläche bleibt. Da nach Webers Prognose frühestens erst in der zweiten Jahreshälfte 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden könne, „wollen wir in der Zwischenzeit den Hafen wieder zum Hafen machen“, so der Direktor des Landesbetriebs.

Wenn die Arbeiten im nächsten Jahr beginnen, muss das Wasser allerdings wiederum abgelassen werden. Dann sollen auf der 7000 Quadratmeter großen Fläche Schlamm und Sedimente entfernt werden. Denn weil ab spätestens 2019 in dem dann zur Weser geöffneten Hafen kleine Yachten und Sportboote anlegen können sollen, muss die Wassertiefe mindestens 1,20 Meter betragen. Das bedeutet, dass eine Schicht von 40 bis 50 Zentimetern abgetragen werden muss. Ob das Material abgesaugt oder ausgebaggert wird, werde erst entschieden, wenn das Wasser abgelaufen ist, sagt Weber. Gerechnet wird mit einem Aushub von rund 3800 Kubikmetern. Eine grobe Kostenschätzung belaufe sich auf 500.000 Euro, so der Direktor des Landesbetriebs. Das Projekt Hafenöffnung, das von Schlösser und Gärten begleitet wird, „ist eine planerisch und technisch ziemlich komplizierte Geschichte“, stellt Karl Weber fest.

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