In der Stadt hat man sich an Geldnot gewöhnt

Hotelsterben in Bad Karlshafen: Schnäppchen bei Ebay sollen helfen

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Wurde geschlossen: Das Hotel am Kurpark in Bad Karlshafen.

Bad Karlshafen. Eines der größten Hotels in Bad Karlshafen hat dicht gemacht: das Hotel am Kurpark. Das ist ein weiterer Rückschlag für das Hotelgewerbe der Kurstadt.

Die Liste der geschlossenen Einrichtungen ist lang: Das Hotel Fahlenberg ist nur noch eine Ruine, die Fenster der ehemaligen Gaststätte Zur Linde sind mit Brettern vernagelt und das Haus Schöneck steht schon lange leer.

Aktualisiert um 16.55 Uhr

Die Aufgabe des Kurpark-Hotels wird begleitet von dem Ausfür eine weitere frühere Größe des Fremdenverkehrs in Hessens nördlichster Stadt: Der Betreiber von Alt Carlshaven, dem Restaurant mit Appartements und Gästezimmern in der Stadtmitte, direkt am Hafen, musste nach Auskunft der Verwaltung Insolvenz anmelden.

Wolfgang Buddig, Eigentümer des Hauses will allerdings alles versuchen, den Betrieb zum Frühjahr wieder in Gang zu bringen und bewirbt sich um eine Konzession. „Da steckt Herzblut drin“, so der 75-Jährige gegenüber unserer Zeitung.

Die Zukunft des Hotels am Kurpark mit 28 Zimmern und 56 Betten ist indes noch nicht geklärt. Käufer Jony Bassil, der noch nicht Eigentümer ist, weil der Grundbucheintrag noch nicht erfolgt ist, würde das Haus auch für Flüchtlinge und Asylbewerber zur Verfügung stellen. „Doch da habe ich nicht die Unterstützung des Bürgermeisters“, so der Immobilien-Kaufmann im Gespräch mit unserer Zeitung. Auch in Goslar stelle er ein großes Haus für Flüchtlinge zur Verfügung, sagt Bassil.

Als Flüchtlingsheim mit über 30 Plätzen ist indes derzeit das leerstehende Parkhotel Haus Schöneck im Gespräch.

Derweil versucht das Hotel Zum Schwan, früher das erste Haus am Platz, die Gäste mit Billigangeboten zu locken. Bei Ebay lässt das Hotel zwei Nächte für zwei Personen im Doppelzimmer mit Frühstück und Drei-Gänge-Menü für 60 Euro versteigern. (geh)

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