Bad Karlshafen: Das Projekt „Land mit Zukunft“ ist gestartet

Sammelten in einer Diskussionsrunde Ideen: Die Arbeitsgruppen unter der Überschrift „Zusammenleben in Bad Karlshafen und Helmarshausen“. Moderatorin Johanna Zielske hält die Stichworte an der Arbeitswand fest. Foto: Löschner

Bad Karlshafen. Keine langen Reden, sondern ausgiebige Diskussion und Gruppenarbeit standen im Mittelpunkt des Projektauftaktes „Land mit Zukunft" in Bad Karlshafen.

„Hier geht es um den Dialog zwischen Bürgern untereinander - nicht zwischen Bürgern und der Politik“, sagte Bürgermeister Ullrich Otto. Nach einer kurzen Begrüßung von Dr. Roland Löffler, Leiter des Themenfeldes Bürger und Gesellschaft bei der Herbert-Quandt-Stiftung in Berlin, ging es im Bürgerhaus Helmarshausen direkt an die Arbeit. Ziel: Bürger sollen selbst in einem Projekt die Lebensqualität vor Ort verbessern.

„Land mit Zukunft“ heißt das Programm der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ und der Herbert-Quandt-Stiftung. Sechs Orte in Hessen, die durch den demographischen Wandel vor besonderen Herausforderungen stehen, dürfen mitmachen. Bad Karlshafen ist eine dieser Städte, Kjell Schmidt betreut das Programm vor Ort und zeigte sich vom Engagement und der Motivation der Menschen in Bad Karlshafen und Helmarshausen begeistert.

„Was kann von den Bürgern selbst getan werden, wo müsste man gemeinsam anpacken?“, formulierte Schmidt die Marschrichtung für die Arbeitsphase, während der sich die fast einhundert Teilnehmer in vier Gruppen teilten und Stichpunkte für die Themengebiete Alltagsleben, Attraktivität der Stadtteile, Vereine und Ehrenamt sowie Zusammenleben sammelten. „Die Leute haben nur so vor Ideen gesprudelt“, fasste Schmidt seinen Eindruck der Arbeitsphase zusammen. Die Stichpunkte wurden später von den Teilnehmern nach Wichtigkeit geordnet und sollen nach Themen sortiert an einem runden Tisch erörtert werden. Fast die Hälfte der Menschen im Saal erklärte sich zur Mitarbeit am runden Tisch bereit, berichtete Schmidt. Das Gremium solle aus den Ideen konkrete Projekte entwickeln, planen und im Zeitraum von drei Jahren durchführen - dazu stellen die Stiftungen den Bürgern insgesamt 60 000 Euro zur Verfügung und begleiten deren Arbeit.

Für Bad Karlshafen und Helmarshausen drehten sich die Vorschläge der Menschen besonders um Gebäude, den Leerstand und das Image der Stadt, um Angebote für Tourismus und Freizeit, um das Schaffen von Räumen und Angeboten für Kinder und Jugend sowie um die Koordination von Ehrenamt und Vereinen. Nach den Sommerferien wird im nächsten Schritt die endgültige Besetzung des runden Tisches erfolgen, damit die konkrete Arbeit an den Projekten noch Ende 2015 beginnen kann. (zlö)

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