Karlshafen löst Stadtwerke auf - Steuerliche und finanzielle Gründe

Selbstständig oder nicht? Die Weser-Therme und das Gradierwerk (hinten) sind Bestandteile der Stadtwerke. Aus Steuergründen soll das geändert werden, wie ist noch offen. Foto: nh

Bad Karlshafen. Aus steuerlichen und finanziellen Gründen wird die Stadt Bad Karlshafen ihre Stadtwerke zum Jahresende auflösen.

Das beschlossen die Stadtverordneten am Montagabend nach einer längeren Informations- und Diskussionsrunde mit einem Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Gleichzeitig sollen „alle Alternativen neben einer GmbH“ geprüft werden, nachdem zunächst vorgeschlagen war, dass der Magistrat schon die Neugründung einer GmbH einleitet. Daran wurden aber Zweifel laut.

Den komplexen Sachverhalt erläuterte der Hofgeismarer Steuerberater Bert-Jan Annecke, dessen Büro schon seit vielen Jahren die Jahresabschlüsse und Steuererklärungen der Stadt erstellt.

Seit Jahren sind die städtischen Betriebszweige Wasserwerk, Solequellen, Mineralschwimmbad, Gradierwerk, Personenschifffahrt und Wesertherme im Eigenbetrieb Stadtwerke zusammengefasst. Das verursacht nicht nur einen hohen Verwaltungsaufwand und zusätzliche Prüfungskosten, auch haben sich die ursprünglich erwarteten Vorteile nicht ergeben. Geplant war unter anderem, die Verluste mit den Gewinnen zu verrechnen, um Steuern zu sparen. Durch geänderte Steuergesetze und Gerichtsurteile hat sich die Lage noch verschärft und weil die Stadt inzwischen die doppelte Buchführung eingeführt hat, ist auch die dieser Grund für die Ausgliederung entfallen. (tty)

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