Bund gegen Missbrauch der Tiere neuer Betreiber

Bad Karlshafener Tierheim ist nun in neuer Hand

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Tierheim übernommen: Karsten Plücker (links) ist nicht nur Leiter der Wau-Mau-Insel, sondern auch Vorsitzender des Bunds gegen Missbrauch der Tiere. Rechts knien Auszubildende Ronja Schäfer und Kevin Bernhard vor dem übernommenen Tierheim.

Bad Karlshafen. 80 Hunde eines krankhaften Tiersammlers aus Limburg werden zu den ersten neuen Bewohnern des Tierheims in Bad Karlshafen gehören. Der Aufgabe, sich um die Tiere zu kümmern, stellt sich nun ein neuer Betreiber.

Der Bund gegen Missbrauch der Tiere (BMT) hat das Tierheim übernommen, er besitzt unter anderem die Wau-Mau-Insel in Kassel.

Der ist die Bad Karlshafener Einrichtung nun angegliedert. Der Europäische Tier- und Naturschutzverein (ETN) hat das Heim verkauft. Laut Karsten Plücker, Leiter der Wau-Mau-Insel und nun auch der Karlshafener Einrichtung, floss eine „sechsstellige Summe“. Finanziert worden sei der Kauf durch zwei größere Erbschaften. Deren Stifter hätten verfügt, dass das Geld der Eröffnung einer Außenstelle zugute komme. Daher habe es gut zusammenpasst, dass ETN das Tierheim abgeben wollte.

Plücker kündigt an, die Verwaltungsskosten des neuen Standortes möglichst gering zu halten - durch Angliederung an die Verwaltung der Wau-Mau-Insel. Es solle möglichst viel Geld den Tieren zugute kommen. Der BMT übernehme aber alle neun Tierpfleger in Karlshafen.

Der Hof Wiesenfeld ist das einzige vollwertige Tierheim in den Landkreisen Kassel und Höxter. Es beherbergt momentan 23 Hunde, 30 Katzen und drei Zwergkaninchen.

Auch die Finanzierung des Tierheims wird Thema für den neuen Leiter sein: Für gefundene Tiere muss die Kommune zahlen, in der sie aufgegriffen werden. Doch dazu muss zuvor ein Vertrag geschlossen sein. Laut ETN hat das bisher keine Gemeinde der Umgebung gemacht. Nur mit Bad Karlshafen gab es eine lockere Vereinbarung. Das soll sich ändern: „Es werden Leute mit Fundtieren kommen und wenn wir die aufnehmen, müssen wir auch von den Gemeinden was dafür bekommen“, sagt Pflücker. Haupteinnahmequelle seines Vereins sind Spenden und Erbschaften.

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