Karlshafener Tierheim vermittelte 120 Tiere: Bilanz nach Besitzerwechsel positiv

Bad Karlshafen. Seit vier Monaten ist das Bad Karlshafener Tierheim in der Hand des Bundes gegen Missbrauch der Tiere (BMT).

Eine erste Bilanz fällt positiv aus. Die Zahl der Mitarbeiter ist von neun auf elf gestiegen (darunter drei Auszubildende), außerdem sind bereits 100 Hunde und 20 Katzen an neue Besitzer vermittelt worden.

„Das ist besser als erwartet“, sagt Karsten Plücker, Leiter der Karlshafener Einrichtung und des Tierheims Wau-Mau-Insel in Kassel. Zum Vergleich: Im Kasseler Tierheim, an das die Karlshafener Einrichtung angegliedert ist, sind im selben Zeitraum genauso viele Hunde vermittelt worden.

Aufgenommen hat das Heim in Bad Karlshafen seit Betreiberwechsel im April 150 Hunde und 50 Katzen. Laut Plücker leben Hunde im Durchschnitt vier bis fünf Wochen dort, bevor sie an neue Besitzer vermittelt werden können, Katzen zwei bis drei Monate.

Neben Hunden und Katzen sind zurzeit auch sechs Schweine, vier Zwergziegen, drei Schafe und elf Kaninchen in der Einrichtung untergebracht. „Die Schweine zu vermitteln wird schwierig, bei den Ziegen ist die Chance höher, da sie zutraulich und an Menschen gewöhnt sind“, so Plücker.

Der BMT betreibt mit der Karlshafener Einrichtung sein elftes Tierheim in Deutschland. Haupteinnahmequelle des Vereins sind Spenden und Erbschaften. Die Spendensumme, die bisher für Bad Karlshafen eingegangen ist, liegt laut Plücker unter 10.000 Euro. Plücker rechnet damit, dass die Spendenbereitschaft in der Zukunft noch wachsen wird. „Das neue Tierheim muss sich jetzt erstmal etablieren“, sagt er.

Von den 68 Hunden, die im April aus einem Fall von Animal Hording (krankhaftes Sammeln von Tieren) im Karlshafener Tierheim untergekommen sind, sind alle vermittelt worden.

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Rubriklistenbild: © Temme

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