Vom normalen Schulalltag weit entfernt

Die nächsten Schüler können kommen: Präsenzunterricht ab Montag im Kreisteil

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Vorbereitung abgeschlossen: Die Abstände zwischen den Tischen stimmen, ab Montag können die Klassenräume wieder von Schülern in Beschlag genommen werden, sagt Bad Karlshafens Schulleiter Driton Mazrekaj.

Am Montag wird für einen weiteren Teil der hessischen Schüler wieder Unterricht im Klassenzimmer stattfinden. Vom normalen Schulalltag sind die Bildungseinrichtungen weit entfernt.

In den vergangenen Tagen gab es in den Schulen im Kreisteil Hofgeismar vor allem ein Thema: Hygienevorschriften. Derzeit sind – mit Ausnahme der Grundschulen – die Abschlussklassen wieder zeitweise in der Schule, sodass die Vorgaben schon einen kleinen Praxistest hinter sich haben. Am Montag beginnt der Präsenzunterricht dann auch für andere Klassen.

Dann wird sich zeigen, ob sie sich auch für einen größeren Personenkreis bewähren. Die Klassen geteilt, nur an einigen Tagen Unterricht in der Schule und das auch nur in Kernfächern, neue Pausenzeiten, keine Arbeitsgemeinschaften, kein Sport, kein Singen und Distanz bei Kontakten – so soll es bis zu den am 4. Juli beginnenden Sommerferien weitergehen.

Abstandsregeln außerhalb der Schule ein Problem

„Wir sind vorbereitet“, sagt beispielsweise Driton Mazrekaj, Leiter der Marie-Durand-Gesamtschule in Bad Karlshafen. Das Zusammenspiel von Präsenzunterricht und Homeschooling habe man bei den Abschlussklassen geübt. „Es klappt ganz gut.“

Ein von vielen Lehrkräften geschildertes Problem sind an den Schulen landesweit die Abstandsregeln außerhalb der Unterrichtszeit. Auf den Fluren weisen Schilder und Markierungen den Weg. In den Pausen vergessen die Kinder die Vorgaben oft. „Wenn sie die Pausenaufsicht sehen, halten sie sich wieder an den Abstand“, berichtet Mazrekaj.

Uwe Koch, Landkreis Kassel

Wie es in den Bussen beim Nachhauseweg aussehe, sei eine andere Frage. Dort gilt laut Uwe Koch, zuständig für Schulen, Sport und Mobilität beim Kreis, weiter Maskenpflicht. „Die Abstandsregelung wurde in den Bussen außer Kraft gesetzt“, ergänzt er. Das sei durch die Corona-Verordnung rechtlich gedeckt. Anders könne man den Transfer nicht organisieren. „Müssten wir die Abstandsregeln einhalten, bräuchten wir die dreifache Anzahl an Bussen“, erklärt Koch.

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