Neuer Weserradweg führt an Bad Karlshafen vorbei 

Verlegt: Die Hauptroute des Weserradwegs verlief bisher an der B 80 am linken Ufer, künftig ist er am attraktiveren rechten Ufer.

Bad Karlshafen / Wahmbeck. Die Arbeiten für den neuen Asphaltbelag des bisherigen Schotterweg zwischen Wahmbeck und Bad Karlshafen sind abgeschlossen. Sie sind Teil der Verlegung des Weserradweges auf die rechte Flussseite, wo bisher die weniger gut ausgebaute Alternativroute verlief.

Jetzt werden noch die Bankette befestigt und einige Holzgeländer gebaut, sagte André Schumann vom Landkreis Holzminden. Mitte November werde der Weg voraussichtlich fertig sein.

Viele Karlshafener hatten bereits einen Blick auf die Baustelle geworfen - schließlich zählt der Weg in Richtung Wahmbeck zu den beliebtesten Strecken bei Spaziergängern, Joggern, Nordic Walkern und Radlern, da er den Einstieg in diverse Rundwege bietet. Während sich Läufer, die Asphalt lieber meiden, nun Alternativen suchen müssen, dürften sich Inliner, Familien mit Kinderwagen und Radler mit Straßenrädern auf eine große Bereicherung des Streckennetzes freuen. Mountainbiker bevorzugen ohnehin die steigungsträchtigeren Alternativen im Solling.

Überlegt wird auch bereits, wie man die Radtouristen auf dem Weserradweg nach der Verlegung in Bad Karlshafen begrüßt und zum Anhalten bewegt. Die treffen dann nämlich nicht mehr in der Stadtmitte ein, sondern am Rande des Wohngebietes Gartenstadt. Von dort könnten sie bequem im Gefälle bis zum Bahnhof und weiter in Richtung Würgassen rollen - vorbei an der Kurstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten und ihrer Gastronomie. Bergab fahrende Radler zu einem Stopp zu bewegen ist nicht einfach.

Zum Bremsen anhalten 

Haben Sie Vorschläge, wie man die Radfahrer in Bad Karlshafens Innenstadt locken kann? Schreiben Sie eine Email an hofgeismar@hna.de

Abhilfe könnte hier ein Vorschlag schaffen, den Dr. Thomas Fußgänger-May in der Bürgerversammlung vor einer Woche geäußert hatte: Die ungenutzte Fläche zwischen Winnefelder Straße und Vor den Klippen würde sich mit dem ehemaligen Springbrunnen für ein Kneipp-Tretbecken eignen. Kombiniert mit Rastplatz und entsprechenden Infotafeln zu Stadt und touristischen Angeboten, könnte das zum Bremsen und Anhalten animieren und die Radler zu einem Abstecher über die Weserbrücke einladen.

Der Northeimer Landrat Michael Wickmann findet den neuen Abschnitt für Touristen äußerst attraktiv und abwechslungsreich. Die Verlegung sei 2012 über das Projekt Qualitätsoffensive Weserradweg initiiert und mit den hessischen Nachbarn abgestimmt worden. Es soll mehr Fahrradtouristen in die südniedersächsische Region bringen.

Die Bauarbeiten am neuen Radweg kosten 707.000 Euro. Der Kreis Northeim zahlt 304.000 Euro, 303.000 Euro gibt es als EU-Zuschuss. 2015 wird noch eine Brücke zwischen Lippoldsberg und Bodenfelde erneuert.

Von Markus Löschner 

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