Tiere warten auf Vermittlung

Offene Tierheimtüren lockten in Bad Karlshafen hunderte Besucher an

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Die Befähigung fürs tägliche Leben und der Umgang mit Artgenossen wurde unter Leitung von Hundeausbilder Hans-Jürgen Maier mit unterschiedlichen Hunderassen vorgeführt.

Bei bestem Ausflugswetter strömten am Sonntag hunderte Besucher aus dem Umland von Höxter bis Göttingen und Hofgeismar ins Tierheim Wiesenfeld bei Bad Karlshafen.

Tierheimleiterin Kristine Conrad zeigte sich sehr zufrieden, „es bedeutet aber auch viel Vorbereitung und Arbeit“. Große Aufregung herrschte in den Zwingern der hier untergebrachten etwa 100 Hunde. So viele Besucher auf einmal, viele mit eigenem Hund, erleben sie nur einmal im Jahr. Einblicke für Interessierte waren über Fenster möglich und Steckbriefe erläuterten Details. Viele Tiere sind schon lange hier und warten bislang vergeblich auf einen neuen Besitzer. Im Katzenhaus warten 40 Katzen auf Vermittlung. Sie turnten an Klettergeräten oder hielten sich versteckt. Der Tag der offenen Tür diente der Information, sagte Conrad.

Aus verstörten Tieren werden familientaugliche Hunde

Sehr interessiert verfolgten viele Besucher auf dem Vorführplatz die Demonstration der Hundeausbildung für Begleithunde, bei Arbeitseinsätzen oder einer Welpengruppe mit Hans-Jürgen Maier (Lippoldsberg). In seiner Hundeschule in Bad Karlshafen erlernen viele vom Tierheim vermittelte Hunde jeglicher Größe und Rasse das fürs tägliche Leben und den Umgang mit Artgenossen Erforderliche. Das sonst übliche laute Gebell ist bei den 20 Hunden nicht zu hören. Sie gehen richtig geführt im Kreis an der Leine, die mit beiden Händen gehalten wird. Zwischendurch wird mit einem Leckerli motiviert und belohnt. Befehle wie „Sitz“ oder „Platz“ werden kurz angesagt und befolgt. Wer nicht gelernt hat, den Namen dabei wegzulassen, zahlt 50 Cent. Fremde, verschieden große Hunde begegnen sich, werden alleine sitzen gelassen – alles geschieht ohne Probleme und ohne Druck, demonstrierte Experte Maier. „So werden aus verstörten Tieren familientaugliche Hunde“, war sein Kommentar.

Erlös aus dem Zubehörverkauf geht an das Tierheim

„Hut ab vor der Leitung und den Mitarbeiterinnen“, war dann auch der Kommentar von Monika Schäfer, die an ihrem Stand Vieles aus eigener Herstellung wie Beutel, Taschen oder Rücksäcke anbot. Nicht nur bei ihr, sondern an weiteren Ständen Verkauftes wird zu 100 Prozent dem Tierheim von den engagierten Frauen gespendet. An weiteren Informationsständen erklärte eine Physiotherapeutin vielfältige Methoden zur Behandlung von Hunde- und Pferdeleiden.

Die Meerschweinchenhilfe informierte und gesunde Tiernahrung für Hund und Katze gab es zu kaufen. Gefragt bei den Besuchern war das vom Tierheim angebotene vegetarische Essen.

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