Parteien wollen mehr Infos zu Hafenöffnung in Bad Karlshafen

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Durchlass: Derzeit lässt die Mauer unter der B80 nur überschüssiges Wasser abfließen. Hier sollen aber auch wieder Boote durchfahren können wie noch bis in die 1930er-Jahre hinein.

Bad Karlshafen. Das Ringen der Bad Karlshafener Kommunalpolitiker und der übrigen Bürger um eine Meinung zur geplanten Öffnung des Hafenbeckens für Boote hält an.

Die beiden Fraktionen von FWG und SPD haben dem Magistrat wegen vieler offener Details Briefe mit jeweils einem Dutzend Fragen übermittelt.

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Die Freien Wähler (FWG) Bad Karlshafen-Helmarshausen begrüßen die Förderzusage des Bundes für eine Hafenöffnung grundsätzlich. Sie sehen dies als besondere Chance für die Entwicklung der Stadt, sahen aber sowohl aus der Machbarkeitsstudie als auch mit der Förderzusage noch einige grundlegende Fragen offen, die vor einem endgültigen Beschluss beantwortet sein müssten. Der FWG gehe es vor allem um aussagekräftige und verbindliche Aussagen zur Finanzierung des Projektes, formuliert Markus Dittrich in einer Pressemitteilung.

Die SPD bemängelte ebenfalls viele ungeklärte Fragen, ohne deren konkrete Beantwortung „keine parlamentarische Zustimmung zu dem Projekt möglich“ sei. Die daraufhin vom Magistrat an alle Fraktionen versandten Antworten bezeichnete die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Löschner „zum jetzigen Zeitpunkt als sehr unzureichend“, beispielsweise was die Betriebskosten und mögliche Mehrkosten angehe.

Außerdem möchte die FWG wissen, ob auch ohne den Einsatz von Pumptechnik eine Schleusenbefüllung erfolgen kann. Schließlich fordert die FWG-Fraktion den Magistrat auf, die erwarteten positiven Effekte einer Hafenöffnung für die Stadt klar zu benennen. In diesem Zusammenhang fragt die FWG ebenfalls, wie der Magistrat die Bürger der Stadt an der weiteren Planung beteiligen und über das Projekt informieren will. Alles könne man nicht vorhersagen, aber sicher sei, dass das Hafenumfeld und auch die Hafenmitte (Modell Hoffmann) nicht aus den Augen verloren gehen dürfe. Daher laufe das Programm Städtebaulicher Denkmalschutz auch bis 2024.

„Bitte lassen Sie uns die Chance für dieses für Bad Karlshafen so wichtigen Projektes gemeinsam nutzen. Es wird sich lohnen“, schließt Erster Stadtrat Jost Riedel (FWG) sein Antwortschreiben.

Am kommenden Montag, 14. September, ist eine interfraktionelle Sitzung geplant.

Einen Grundsatzbeschluss zur Hafenöffnung wollen die Stadtverordneten dann am Dienstag, 29. September, fassen.

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