Platz für 120 Flüchtlinge in Hotel und Herberge in Bad Karlshafen

Wöchentlich werden dem Kreis Kassel 30 und mehr Flüchtlinge zugewiesen. Für diese sucht der Kreis ständig Unterkünfte. In Bad Karlshafen könnten 120 Plätze geschaffen werden.

Der Strom von Asylbewerbern in den Landkreis Kassel reißt nicht ab. Damit die Menschen nicht in Turnhallen und Zelten untergebracht werden müssen, sucht der Kreis ständig nach neuen Unterkünften. In Bad Karlshafen könnten in der ehemaligen Jugendherberge und im früheren Hotel Schöneck insgesamt 120 Plätze geschaffen werden.

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Für das Hotel Schöneck mit 30 Plätzen seien die Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter weitgehend abgeschlossen, sagt Landkreis-Pressesprecher Harald Kühlborn. „Wir gehen davon aus, dass das Haus im Laufe der Sommerferien bezugsfertig ist“, so Kühlborn. Unterdessen laufen noch die Verhandlungen mit dem Eigentümer der ehemaligen Jugendherberge. In dem Haus könnten 90 Wohnplätze entstehen. Es werde derzeit geprüft, wie groß der Investitionsbedarf ist.

Darüber hinaus ist der Landkreis bestrebt, auch weiter Einzelwohnungen für Flüchtlinge anzumieten. So konnte vor zwei Wochen die Wohnung im Bürgerhaus Helmarshausen von sechs Asylbewerbern bezogen werden.

Die Stadt Bad Karlshafen habe nichts dagegen, wenn dort 120 Flüchtlinge untergebracht werden. „Wir haben dem Kreis ja selber vorgeschlagen, sich um diese Liegenschaften zu kümmern“, sagt Bürgermeister Ullrich Otto. In diesem Zusammenhang sei auch schon die Sieburgschule im Gespräch gewesen. Es sei gut, wenn auf diese Weise der Leerstand von Gebäuden behoben werden könne. Wichtig dabei sei allerdings, dass der Kreis die Betreuung der Flüchtlinge gewährleiste. „Ein zweites Fahlenberg darf es nicht geben.“ Damit hebt Otto auf die katastrophalen Zustände in dem ehemaligen Hotel in Helmarshausen ab, wo in den 90er Jahren Menschen aus Albanien untergebracht waren und das Gebäude demoliert hatten.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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