Film über Compagnie Poesie feiert Premiere

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Starkes Schlussbild: Hannes Wader und Joana singen zum Finale des Konzertes mit allen Künstlern „Die Gedanken sind frei“ in drei Sprachen.

Bad Karlshafen. Premiere für den Film „Der Erzpoet - Die Compagnie - Die Lange Nacht der Poesie" in Bad Karlshafen: Das Publikum aus Künstlern und Sponsoren war begeistert.

„Es ist leicht, ein Konzert zu filmen, aber es ist schwierig, eine Geschichte daraus zu machen“, beschrieb Tontechniker und Musiker Hans-Jörg Maucksch vom Northeimer Plattenlabel Stockfish Records die Arbeit am Film.

Aufgezeichnet wurden zwei Konzertabende im Karlshafener Landgrafensaal mit Künstlern der Compagnie Poesie verschiedenster Genres während der Tagung im Jahr 2010. „Es war spannend, sieben Stunden Material auf 90 Minuten zu bringen. Es hat viel Spaß gemacht, den Film zu machen, auch wenn die Kürzungen wehgetan haben“, so Maucksch. Der Film wurde am vergangenen Freitag erstmals einem Publikum aus Künstlern und Sponsoren präsentiert und mit viel Beifall und Standing Ovations aufgenommen. Eine öffentliche Premiere soll in einigen Monaten mit Erscheinen der DVD-Version stattfinden.

Für den Grammy nominiert: Hans-Jörg Maucksch.

Herausgekommen ist eine Momentaufnahme der Facetten der Compagnie Poesie. Die Verbindung zu Bad Karlshafen, die Idee der Compagnie und das Konzept der Langen Nacht erläutern immer wieder kurze Statements einiger Akteure. Ein Schwenk an der Rathausfassade hinab und schon folgt der Einstieg in das Konzert mit dem Einmarsch der Gruppe „Mit voller Spielmannswucht“. Es folgen Auftritte von Puppenspieler Friedhart Faltin, Käpt’n-Blaubär-Autor Bernhard Lassahn, Liedermacher-Urgesteinen Black, Bömmes und Goly, dem Pantomimen Peter Mim, dem Trio Liederjan, Anne Kling mit ihrem Fußtheater und zahlreichen anderen.

Wer die Tagungen und Langen Nächte in Bad Karlshafen seit dem Filmdreh vor fünf Jahren verfolgt hat, dem entgeht die Entwicklung der Compagnie seitdem nicht. Heute gehören junge Künstlerinnen und Künstler, besonders Liedermacher dazu, die 2010 noch nicht auf der Bühne standen.

Die Zeit und die Compagnie sind nicht stehen geblieben und das stellt auch Hannes Wader, der mit einem Lied zu sehen und zu hören ist, in seinem Statement fest: „Manfred Hausin hat ein Händchen dafür, neue Talente aufzuspüren.“

So hält der Film unwiederbringliche Momente und Künstlerpersönlichkeiten fest, bringt die Auftritte durch Auswahl und Schnitt künstlerisch exakt auf den Punkt und überzeugt nicht zuletzt durch die hervorragende Bildschärfe und technische Qualität.

Das ist übrigens kein Zufall: Hans-Jörg Maucksch ist derzeit mit einer Stockfish-Musikproduktion für den Grammy in der Kategorie „bestes Surround-Sound-Album“ nominiert.

Es heißt also Daumendrücken für die Northeimer bei der Preisverleihung in Los Angeles am 8. Februar.

Von Markus Löschner

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