Hochwasser sorgte für Planänderung

Schiff Hessen startete in die Saison: Erste Fahrt ging flussabwärts

+
Mit Seemannsmusik über die Weser: Die Sänger des Shantychores Bodenfelde lieferten den passenden Soundtrack zur malerischen Fahrt mit der „Hessen“.

Bad Karlshafen. Zum Saisonauftakt hat es die Weser fast ein bisschen zu gut gemeint mit der „Hessen", dem beliebten Fahrgastschiff der Bad Karlshafen GmbH.

„Entweder wir haben zu viel oder zu wenig Wasser, heute ist es eindeutig zu viel“, sagt Andrea Emmel von der Kur- und Touristik-Information, die sich den Ausflug am Sonntag eigentlich etwas entspannter vorgestellt hatte. „Wir mussten kurzfristig alles umplanen, wir kommen mit dem Schiff einfach nicht mehr unter den Brücken durch, hätten zudem Probleme beim Anlegen an den Zielorten entlang der Oberweser gehabt.“

Geplant war, von der Kaimauer in Bad Karlshafen aus nach Wahmbeck zu fahren und von da weiter flussaufwärts nach Bodenfelde, Lippoldsberg und Gieselwerder. Dem Hochwasser sei Dank, geht es nun kurzerhand weserabwärts. Die rund 150 Passagiere nehmen es gelassen: „Hauptsache, wir gehen nicht unter“, scherzt Urlauberin Magdalena Beyer, lässt sich ein Glas Sekt schmecken und kann es gar nicht abwarten, dass die Sänger des Shantychores Bodenfelde mit stimmungsvollen Liedern wie „Über uns der blaue Himmel“ perfekt auf die mehrstündige Fahrt einstimmen.

Schiff Hessen startete bei frühlingshaften Temperaturen in Saison

Dann heißt es endlich: „Leinen los!“ Schiffsführer Oliver Groß startet die Maschinen und bewegt die 1992 für rund 1,3 Millionen Mark in einer Werft am Rhein gebaute „Hessen“ ganz behutsam weg vom Ufer und bringt sie auf Kurs gen Beverungen. Mit an Bord ist Pia Kaufmann, die als Salzfee schnell zum begehrten Fotomotiv wird, wie auch die Stadt- und Museumsführerinnen Herma Böhm und Irmhild Knep, die mit ihrerHugenottentracht bei der Saisonauftaktfahrt nicht fehlen dürfen. Gemeinsam mit den Passagieren lassen sie sich die frische Frühlingsbrise um die Ohren wehen, genießen dabei nicht nur die herrliche Aussicht, sondern auch die köstlichen Leckereien, die Gastronomiechef Albert Lückert und sein Team gezaubert haben. Bauernbratwurst, Schinkenkrakauer und knackiger Salat sind heiß begehrt, wie die deftige Erbsensuppe. „Die gehört in der Flussschifffahrt einfach dazu“, sagt Lückert. Warum, das kann er auch nicht erklären, verlangt würde sie aber immer, selbst im Sommer bei heißen 30 Grad. So sicher auch in ein paar Wochen wieder, wenn die „Hessen“ sich aufmacht zu ihren Sommerfahrten, dann vielleicht auch mal wieder flussaufwärts.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.