Sparzwang: Stadt Bad Karlshafen muss Blumenbeete einebnen

+

Bad Karlshafen. Der städtische Bauhof darf keine Saisonkräfte und Zeitarbeiter mehr einstellen. Die Folge: Das städtische Grün wird geopfert.

Grund dafür ist. dass das Arbeitsvolumen kleiner werden muss. Als Kommune, die unter den Schutzschirm des Landes Hessen gegangen ist, muss die Stadt Bad Karlshafen einen harten Sparkurs fahren. Das führt dazu, dass ab diesem Jahr die öffentlichen Grünanlagen nicht mehr in vollem Umfang gepflegt werden können. Nun müssen Hecken gerodet und Blumenbeete eingeebnet werden.

„Unser Bauhof muss Kosten sparen“, sagt Bürgermeister Ullrich Otto. Deshalb könnten zwei Saisonarbeiter nicht wieder eingestellt und zwei Zeitarbeitsverträge nicht verlängert werden. Unter dem Strich mache das eine Einsparung von mehr als 100 000 Euro im Jahr aus. Doch andererseits ist die Mannschaft des Bauhofs nun auf sich allein gestellt, auf Zeitartbeiter und Saisonkräfte kann sie nicht mehr zurückgreifen.

Früher arbeiteten im städtischen Bauhof bis zu 20 Leute, heute sind es nur noch neun. Weil die allerdings die Arbeiten, die bis vergangenes Jahr noch anstanden, nun nicht mehr in vollem Umfang bewältigen können, soll die Arbeit in diesem Jahr weniger werden.

Mit der Rationalisierung hat der Bauhof in dieser Woche schon begonnen: Die Hecke, die bislang eine Grünfläche an der Winnefelder Straße einfasste, wurde gerodet. Sie muss also im Sommer nicht mehr zeitaufwendig geschnitten werden. Damit nicht genug: Dem Sparzwang sollen demnächst weitere Hecken und Büsche geopfert werden - beispielsweise am Hafen und in der Niederau in Helmarshausen.

„Auch unsere Blumenbeete werden wir nicht mehr alle behalten können“, sagt Bürgermeister Otto. Anstatt Blumen anzupflanzen, wie sonst üblich, würden in diesem Frühjahr etliche Beete mit Rasen eingesät. Dadurch verringere sich der Pflegeaufwand erheblich. „Wir können unsere Kosten anders nicht mehr auffangen“, sagt Otto. Der Bauhof versuche „zu retten, was zu retten ist“.

Von Gerd Henke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.