40 Störche als Bauernhelfer

Ganz dicht neben dem Trecker: Die Vögel hatten offenbar keine Scheu vor der großen Landmaschine. Fotos:  Löschner

Helmarshausen. Ein seltenes Naturschauspiel bot sich überraschend einigen Spaziergängern bei Helmarshausen.

Eine Gruppe von rund 40 Weißstörchen landete aus heiterem Himmel auf einem abgeernteten Weizenfeld an der Südostseite des Mittelberges. Hier wurde gerade Gülle ausgebracht und im nächsten Arbeitsgang mit einem Grubber in den Boden eingearbeitet.

Dass die Störche dem Traktor meist erst spät auswichen und sofort wieder auf die frisch bearbeitete Spur zurückkamen, zeigt deutlich, dass die Auflockerung des Bodens diverse Leckerbissen für die Tiere zu Tage fördert - von Käfern und Würmern bis hin zu Mäusen.

Den ganzen Nachmittag über begleiteten die Störche die Arbeit der Landwirte. Zwischen 19 und 20 Uhr stand dann die Schlafplatzsuche auf dem Programm und diverse Dächer im Wohngebiet Mittelberg wurden besetzt.

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Am nächsten Morgen verteilten sich die Tiere zum Frühstück auf den Wiesen und Feldern im Helmarshäuser Mückenloch und am Mittelberg. Obwohl Störche mittlerweile auch bei uns gar nicht mehr so selten sind, erregte allein die Anzahl der Vögel in Helmarshausen einige Aufmerksamkeit. Die Nachricht sprach sich herum und immer wieder kamen Anwohner mit Fotoapparaten oder Ferngläsern, um einen Blick auf die Tiere zu werfen.

„Solche Versammlungen sind auch bei uns nicht ganz ungewöhnlich“, sagt Christiane Sasse vom Naturschutzbund (Nabu) Altkreis Hofgeismar. Vor fast genau einem Jahr war eine vergleichbar große Gruppe für zwei Tage im Beverunger Ortsteil Drenke, keine 20 Kilometer von Helmarshausen entfernt, zu Gast. Vermutlich, so Christiane Sasse, bereiteten sich die Vögel bereits auf den Flug ins Winterquartier vor. „Auch die Störche in Sielen versammeln sich schon seit Tagen und wurden zu zehnt im Diemeltal gesichtet.“ (zlö)

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