Therme bedauert Unfall

Nach Sturz in Wesertherme: Badegast aus Immenhausen soll nun doch entschädigt werden

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Freut sich, wenn er bald wieder in der Bad Karlshafener Wesertherme entspannen kann: Rolf Schabacker aus Immenhausen. Bis zu seinem Unfall am 2. Februar war der Immenhäuser hier seit Jahren Stammgast.

Bad Karlshafen/Immenhausen. Rolf Schabacker ist glücklich. Der 74-Jährige hat seine Schulter-Operation vorige Woche gut überstanden.

Nun ist er zuversichtlich, dass er seinen rechten Arm in einigen Wochen wieder wie in der Zeit vor seinem Unfall in der Wesertherme in Bad Karlshafen bewegen und einsetzen kann.

Am 2. Februar hatte sich Schabacker bei einem Sturz auf einer Außentreppe des Bades eine schwere Schulterverletzung zugezogen. Als Ursache für den Sturz hatte der Saunagast ein nicht korrekt befestigtes Treppengeländer, das sich aus der Halterung gelöst hatte, ausgemacht.

An dieser Treppe war Rolf Schabacker gestürzt.

Über Monate forderte Schabacker daraufhin ein Schmerzensgeld von bescheidenen 1200 Euro. Vergeblich. Therme und die GVV als Versicherung der Kommune und ihrer Betriebe sahen keinen Grund für eine solche Zahlung.

Doch nach einem Bericht in unserer Zeitung über den bis dahin vergeblichen Kampf des Immenhäusers um eine angemessene Entschädigung, hat sich die Lage für Rolf Schabacker nun endlich zum Positiven gewendet. In einem netten Schreiben hat ihm Martina Abel, Prokuristin der Wesertherme, vergangenen Woche mitgeteilt, dass die Stadt Bad Karlshafen, die Wesertherme und die Versicherung seinen Fall einer erneuten Prüfung unterzogen hätten. „Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Versicherung bereit ist, in die Schadensregulierung einzutreten“, schreibt die Prokuristin.

Und weiter heißt es in dem Brief: „Wir möchten noch einmal unser Bedauern über die unglücklichen Umstände zum Ausdruck bringen und werden künftig dafür Sorge tragen, dass sich dies nicht wiederholt.“

Rolf Schabacker ist erleichtert. Mit Genugtuung stellt er fest, dass Therme, Stadt und Versicherung nun offenbar zu der Einsicht gelangt seien, dass nicht er es war, der die gelöste Geländerverschraubung zu verantworten hatte. Gerne will er auch demnächst die Freikarten einlösen, die die Therme ihm gesandt hatte, um den Heilungsprozess „durch Nutzung des Thermal-Sole-Heilwassers zu beschleunigen“. „Das ist eine sehr nette Geste“, sagte er im Gespräch mit der HNA. Nicht unerwähnt ließ Schabacker auch die „positive Rolle unserer Zeitung“, die sie in seiner Causa gespielt habe.

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