Tiersammler-Fall: 68 Hunde in Karlshafen angekommen

Tiere versorgt: (von links) Frank Weber (BMT), Karsten Plücker, Uwe Wagner (Tierarzt aus Reutlingen) kümmern sich um die 68 Hunde, die von einer Tiersammlerin abgegeben wurden. Foto: Birmes

Bad Karlshafen. 68 Hunde aus einem Fall von Animal Hoarding, dem krankhaften Sammeln von Tieren, sind im Tierheim Bad Karlshafen untergekommen.

„Eine Frau aus der Nähe Limburgs hat über mehrere Jahre hinweg immer mehr Tiere in ihrem Haus angesammelt“, sagt Karsten Plücker, Leiter der Wau-Mau-Insel Kassel und Vorsitzender des Bunds gegen Missbrauch der Tiere (BMT).

„Die betroffene Frau bekam vom Veterinäramt die Auflage, die Anzahl der Tiere zu verringern“, ergänzt Frank Weber, Leiter des Franziskus Tierheims Hamburg. Da der BMT das Tierheim in Bad Karlshafen erst vor Kurzem vom Europäischen Tier- und Naturschutzverein (ETN) übernommen hätte, sei der Platz für so eine große Anzahl Tiere da gewesen. Einige Tiere werden von der Wau-Mau-Insel, dem Hamburger Franziskus-Tierheim und dem Tierschutzzentrum Pfullingen (Baden-Württemberg) übernommen. „Die Hunde wurden mit mehreren Wagen, darunter ein für diese Zwecke konstruierter Spezialtransporter von Limburg nach Bad Karlshafen transportiert“, sagt Frank Weber.

Mit Hin- und Rückfahrt von Limburg hat die Fahrt insgesamt 13 Stunden gedauert. Es gab keine Probleme mit dem Verladen und der Fahrt der Hunde.

Die 48 erwachsenen Hunde und 20 Welpen befinden sich in einem guten Gesundheitszustand. „Nach der Ankunft im Tierheim wurden die Hunde tierärztlich untersucht sowie geimpft und gechippt“, sagt Plücker. Es handelt sich um kleine Hunde, eine Mischung aus Yorkshire Terriern, Maltesern und Shi Tzus.

Außer den ganz jungen Welpen können die Tiere sofort vermittelt werden. „Anders als in vielen Fällen von Tiersammlern, sind die Hunde nett und gut sozialisiert. Auch mit Katzen und Kindern vertragen sie sich“, sagt Karsten Plücker. Interessierte könnten sich mit den Tierheimen in Verbindung setzen.

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