Bürgermeister reagiert auf Kritik: Ulrich Otto verteidigt Sparkurs

Um zu sparen: Auf etwa 50 Metern wurden Rosen -und Lavendel-Beete in Bad Karlshafen eingeebnet. Links sind Pflanzen noch zu erkennen, rechts sind sie weg. Das Fotos schickte Leser Ulrich Celsen. Foto: Celsen/nh

Bad Karlshafen. Als Kommune unter dem Schutzschirm muss Bad Karlshafens sparen. In Zuge dessen wurde beschlossen, ab diesem Jahr die öffentlichen Grünanlagen nicht mehr in vollem Umfang zu pflegen. Dafür sollen Hecken gerodet und Blumenbeete eingeebnet werden. Eine Maßnahme, die nicht überall auf Gegenliebe stößt.

Bürgermeister Ulrich Otto steht zu den Sparmaßnahmen und ist verärgert, dass der SPD-Ortsverband diese auf dessen Neujahrsempfang kritisierte. „Ich kann nicht sparen, sparen, sparen verlangen und dann sagen, dass nichts gemacht werden darf“, sagt der Rathauschef.

Otto zeigt zwar Verständnis für die Kritik an Rodungen und Einebnungen, vertritt aber die Meinung, dass die Stadt nun auch sparen müsse, weil die knappe SPD-Mehrheit bis 2005 Entscheidungen getroffen habe, die nun auf die Finanzen durchschlage. Außerdem weißt er die Kritik von sich, dass die Einsparungen im Bauhof, die 100 000 Euro im Jahr ausmachen sollen, ein einsamer Entschluss seinerseits gewesen sei. „Das wurde gemeinsam mit dem Magistrat beschlossen. Die Magistratsmitglieder sind sogar herumgefahren und haben geschaut, wo man was machen kann“, erklärte Otto.

Während er sich von der SPD-Fraktion angegriffen fühlt, freut sich Otto über die Unterstützung aus Kreisen der Bevölkerung. „Einige Bürger haben sich bereiterklärt, Pflegemaßnahmen zu übernehmen“, sagt Otto, weißt aber darauf hin, dass Privatpersonen im städtischen Raum nicht mit Maschinen arbeiten dürfen. „Angebote, dass zum Beispiel Hecken geschnitten werden können, mussten wir daher leider ablehnen“, sagte der Bürgermeister. (cst)

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