Wehmeier kritisiert SPD-Position zu Wahl von AfD-Mann Kohlweg

Heiner Wehmeier

Bad Karlshafen. Die Diskussion um die umstrittene Wahl des AfD-Kreisvorsitzenden Florian Kohlweg zum stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher in Bad Karlshafen geht weiter.

Im Gespräch mit unserer Zeitung wies am Freitag der Fraktionsvorsitzende der FWG, Heiner Wehmeier, „die unterschwellige Behauptung der SPD, die Stimmen für Kohlweg kämen aus den Reihen von CDU und FWG“ als „völlig absurd“ zurück. Die Argumentation der Karlshafener Sozialdemokraten, „ist nicht mehr nachvollziehbar“, sagt Wehmeier.

Der mit seinem Fraktionskollegen Manfred von Reetnitz, einem ehemaligen Bundestagskandidaten der rechtsgerichteten Republikaner, in das Stadtparlament eingezogenene Florian Kohlweg hatte in der konstituierenden Sitzung des Parlaments am Dienstagabend bei der Kandidatur zum stellvertretenden Stadtverordneten auch vier Stimmen von anderen Mandatsträgern erhalten. Bei CDU und FWG wird vermutet, dass diese Voten für Kohlweg aus den Reihen der SPD stammen. „Jeder, der klar denken kann, weiß, woher das kommt“, sagt Heiner Wehmeier. „Nicht von ungefähr ist ja auch der Antrag auf geheime Wahl von der SPD gestellt worden.“

CDU-Stadtverordnete Maria Luise Niemetz, die bei der Wahl Kohlweg unterlegen war, hatte in diesem Zusammenhang von einem „Pakt mit dem Teufel“, gesprochen, den die SPD eingegangen sei. Dies wiederum wies SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Löschner entschieden zurück. Für Sozialdemokraten sei klar, dass es keine Zusammenarbeit mit der AfD gebe.

FWG-Fraktionschef Wehmeier weist darauf hin, dass für seine Gruppierung schon vor der Wahl klar gewesen sei, dass in ihren Überlegungen die AfD keine Rolle spiele. Das bedeute nicht, dass „wenn die AfD ein Schlagloch entdeckt, die FWG es unter Denkmalschutz stellt“. Im Parlament stehe die Sacharbeit im Vordergrund. Er hoffe, „dass auch die SPD dahin zurückkehrt.“ Aber offenbar müssten die Sozialdemokraten „sich erst einmal selber sortieren“, so Wehmeier. Für den Chef der größten Fraktion steht fest, dass die Stadt bei den vor ihr liegenden „riesigen Aufgaben von Haushaltskonsolidierung bis Hafenöffnung“ sich in den nächsten fünf Jahren auf Wesentlicheres als die AfD konzentrieren müsse.

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