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Weil ein Wähler seinen Stimmzettel unterschrieb: Erneute Stichwahl um Bürgermeister-Amt

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Von: Gerd Henke

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Am Sonntag entscheidet sich, wer neuer Bürgermeister in Bad Karlshafen wird: Petra Werner oder Marcus Dittrich. Foto: Löschner

Bad Karlshafen. Wegen einer scherzhaften Antwort von Wahlhelfern muss die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Bad Karlshafen wiederholt werden. Und zwar am Sonntag, 5. November.

Wer wird Bürgermeister in Bad Karlshafen? Diese Frage muss nach einer Stichwahl im Mai nun erneut geklärt werden. Der Auslöser ist eine scherzhafte Antwort.

Am Sonntag, 5. November, werden nur die Bürger des Stadtteils Helmarshausens erneut entscheiden müssen, wen sie für das Amt des Bürgermeisters von Bad Karlshafen haben wollen. In der Stichwahl stehen Petra Werner und Marcus Dittrich.

Mit nur einer Stimme Vorsprung hatte Marcus Dittrich die Wahl im Mai gewonnen. Durch die Neuwahl in Helmarshausen kann sich also wieder alles verändern.

Und alles kam so: Ein Bürger hatte sich nach der ersten Stichwahl am 21. Mai in seinem Wahlrecht eingeschränkt gesehen, weil sein Stimmzettel als ungültig erklärt worden war. Der Mann hatte nach Auskunft der Stadt und des Hessischen Städte- und Gemeindebundes seinen Wahlzettel unterschrieben.

Auf seine aus der Wahlkabine heraus gestellte und offenbar ernst gemeinte Frage, ob der Stimmzettel unterschrieben werden müsse, hatten Wahlhelfer spaßeshalber mit „Ja“ geantwortet. Durch diese Antwort sieht sich der Mann getäuscht und in der Ausübung seines Wahlrechts gehindert.

Dieser eine Stimmzettel hätte Petra Werner zum Patt verholfen, die mit nur einer Stimme Rückstand auf Marcus Dittrich verloren hat. Juristen des Hessischen Städte- und Gemeindebundes halten den Einspruch daher für berechtigt. Und die Stadtverordneten sahen es auch so, deshalb beschlossen sie, dass es eine neue Stichwahl geben muss.

Aus der Stichwahl im Mai war der Verwaltungswissenschaftler Marcus Dittrich (36) mit einer Stimme Vorsprung als Gewinner gegenüber der Diplom-Ökonomin Petra Werner (53) hervorgegangen. Werner hatte zwar den Briefwahlbezirk sowie den Stadtteil Karlshafen gewonnen, doch Dittrich glich den Vorsprung Werners in Helmarshausen nicht nur aus, sondern hatte am Ende im Gesamtergebnis eine Stimme mehr.

Da die Gültigkeit der Stichwahl in Karlshafen und im Briefwahlbezirk festgestellt worden war, geht Petra Werner nun mit einem Vorsprung von 138 Stimmen in die Wiederholungswahl. In Helmarshausen waren im Mai 1165 Wahlberechtigte registriert. Diejenigen, die seinerzeit per Brief gewählt hatten, können am Sonntag nicht mehr wählen.

Petra Werner wird von der SPD unterstützt, Marcus Dittrich von FWG und CDU. 

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