Pfarrer: "Relativ frische Schäden an Außenseite"

Weiter Rätseln um mutmaßliche Einschusslöcher an Kirche in Bad Karlshafen

Stärker vergrößert: Jürgen Bunk fotografierte am Donnerstag die Löcher nochmals von der Gallandstraße aus. Foto: Bunk/nh

Bad Karlshafen. Die Herkunft der Löcher im Glockenturm der Bad Karlshafener Stephanuskirche  ist weiter unklar. Die These, dass es sich um Einschusslöcher handelt, bleibt am wahrscheinlichsten.

Die Polizei hat den Sachverhalt aufgenommen, konnte die Löcher aber noch nicht aus der Nähe begutachten.

Pfarrer Daniel Fricke sagte nach der Besichtigung des Turmes, dass es im Inneren keine Schäden gebe, es handele sich nur um oberflächliche äußere Schäden, die auch relativ frisch seien. Es gebe wenig Verwitterung. Eine nähere Prüfung sei schwierig, weil die Löcher nur mithilfe eines extra hohen Hubsteigers, eines Gerüstes oder durch Ausbau der Schallluken erreichbar seien. Eine kurzfristige Ausbesserung stehe in keinem Verhältnis zu den Kosten. Fricke: „Die Sache bleibt nachhaltig rätselhaft. Vor allem, weil die Schäden nur an dieser einen Stelle aufgetreten sind.“ Ein Maler, der an der Turmsanierung in den 1970er-Jahren mitwirkte, berichtete ihm, dass damals das Gerüst rundherum aufgebaut war und dadurch so stabil stand, dass es oben nicht befestigt werden musste.

Jürgen Bunk, der die Löcher auf einem seiner mit starkem Teleobjektiv aufgenommenen Fotos entdeckte, erinnert sich, dass vor etwa 15 Jahren eine Malerfirma ein Gerüst aufgebaut hatte. Wenn Putz über Eisen abplatze, ergebe sich ein anders Bild. Im vergangenen Jahr habe es die Löcher noch nicht gegeben, sie wären ihm auch ohne Teleobjektiv aufgefallen. Ein Jäger, mit dem er sprach, sagte, dass es sehr nach Einschusslöchern aussehe.

Bunk hält es auch für möglich, dass am Ende eine ganz andere Erklärung gefunden wird, die plausibel ist.

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