Vollsperrung verschoben

Weserbrücke in Bad Karlshafen: Vier Wochen Vollsperrung ab 20. Mai

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Der geplante Querverschub der neuen Weserbrücke verschiebt sich um eine Woche: Ab 20. Mai ist die Verbindung beider Ufer in Bad Karlshafen für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

Die Weserbrücke in Bad Karlshafen wird verschoben. Allerdings eine Woche später als geplant. Der Grund sind unerwartete Hindernisse im Wasser.

Nach jahrelanger Planungs- und Bauzeit ist die neue Weserbrücke in Bad Karlshafen endlich fertiggestellt. 

Nun muss das Bauwerk, über das bereits seit fast einem Jahr der Verkehr rollt, an seinen vorgesehenen Platz geschoben werden. Dieser Querverschub, der eigentlich am 13. Mai beginnen sollte, verzögert sich um eine Woche. 

Die Arbeiten würden nun erst am Montag, 20. Mai beginnen, teilt Hessen Mobil mit. Dann beginnt auch die vierwöchige Vollsperrung der Brücke.

Unerwartete Hindernisse in der Weser sorgen für Verzögerung

Die Gründungsarbeiten für die neuen Brückenpfeiler hätten die Änderung des Zeitplans nötig gemacht. 

So hätten unerwartet angetroffene Teile ehemaliger Spundwände in der Weser mit hohem Aufwand entfernt und diese Hindernisse vollständig beseitigt werden müssen. 

Trotz erhöhten Personaleinsatzes und Ausweitung der Arbeitszeit sei es nicht möglich gewesen, den vorgesehenen Zeitplan einzuhalten, sagt Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil in Bad Arolsen.

Voraussichtlich Anfang Juni soll dann der rund 3000 Tonnen schwere Überbau verschoben werden. Im Anschluss daran werden die Angleichungs- und Straßenbauarbeiten vorgenommen.

Während der Vollsperrung können Fußgänger und Radfahrer die Weser noch überqueren. Lediglich am Tag des Querverschubs müsse die Brücke kurzzeitig komplett gesperrt werden.

Der motorisierte Verkehr wird von der Karlshafener Gartenstadt über die Forststraße nach Brüggefeld und Lauenförde und umgekehrt umgeleitet.

Neues Konzept für Rettungsdienst und Feuerwehr 

Da der Neubau der Weserbrücke Teil der Kreisstraße 77 ist, ist der Landkreis Kassel Bauträger des Zehn-Millionen-Euro-Projekts. 

Damit hat der Kreis auch den Rettungsdienst und die Feuerwehr in der Gartenstadt in der Zeit der Vollsperrung sicherzustellen. 

Das Konzept dazu ist endgültig erst in den jüngsten Tagen beschlossen worden. Schwierig wurde es, weil in der Woche ab 11. Juni auch die Weserbrücke in Lauenförde/Beverungen ebenfalls gesperrt wird.

Wie Kreissprecher Harald Kühlborn mitteilt, werde der Rettungsdienst in dieser Woche vom Landkreis Holzminden übernommen. In Einsatzfällen könne dann der Radweg unter den Klippen von Würgassen nach Karlshafen benutzt werden. 

Bei Feuerwehreinsätzen würden zudem die Wehren in Lauenförde und Würgassen mit alarmiert. In den vier Wochen der Vollsperrung wird überdies ein Fahrzeug der Karlshafener Feuerwehr fest in der Gartenstadt stationiert. 

Sichergestellt werde, dass es im Einsatz auch von Kameraden, die rechts der Weser in der Gartenstadt wohnen, bedient werden könne, heißt es seitens der Stadt Bad Karlshafen.

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