Weserbrücke wird durch Neubau ersetzt

An dieser Stelle im Kurpark soll die Zufahrt auf die Behelfsbrücke eingerichtet werden: Die Kastanie wird daher vermutlich entfernt werden müssen. Fotos:  Löschner

Bad Karlshafen. „Die Weserbrücke ist eine Lebensader hier bei uns", stellte Bürgermeister Ullrich Otto zu Beginn der Bürgerinformation im Kursaal fest.

Die Kreisstraßenbrücke verbindet Innenstadt und Bundesstraße mit dem Einkaufszentrum und den Wohngebieten am rechten Weserufer. Die Brücke aus den frühen 1950er Jahren mit ihren mehr als 100 Jahre alten Pfeilern wird ab 2017 durch einen Neubau ersetzt. „Das Projekt ist uns wichtig und teuer“, sagte Uwe Koch, Fachdienstleiter Verkehr und Sport beim Landkreis Kassel. Er bezifferte die Kosten am Mittwochabend auf 9,3 Millionen Euro, die zum Teil durch Fördergeld des Landes abgedeckt werden.

„Lebensader für Bad Karlshafen“: das Luftbild zeigt, dass die Weserbrücke die Innenstadt (rechts) mit dem Einkaufszentrum und der Gartenstadt verbindet.

Varianten zur Sanierung der Brücke wurden aufgrund höherer Kosten und Risiken zugunsten eines Neubaus verworfen. Planung und Bauaufsicht liegen bei Hessen Mobil. „Die Ansicht der neuen Brücke wird der alten ähneln“, erklärte Regina Junge von Hessen Mobil. Sie erläuterte Konstruktion und Bauablauf. Die Fahrbahnbreite beträgt 6,5 Meter, die Gehwege auf beiden Seiten 2,5 Meter. Man hoffe auf Baurecht im Herbst dieses Jahres, Baubeginn sei dann im April 2017.

Zunächst müssen die Versorgungsleitungen unter der Brücke durch neue unter der Weser ersetzt werden. Dann beginnt oberhalb der alten Brücke der Bau von Behelfspfeilern. Auf diesen wird der neue Brückenkörper hergestellt. Anfang 2018 wird der Verkehr dann über die Behelfsbrücke geleitet, die alte Brücke abgerissen und neue Pfeiler errichtet. Ende 2018 soll der neue Brückenkörper dann auf die neuen Pfeiler verschoben werden.

In dieser entscheidenden Bauphase muss der motorisierte Verkehr für voraussichtlich 14 Tage über die Forststraße, Lauenförde und die Weserbrücke Würgassen umgeleitet werden. Fußgänger und Radfahrer können dann entweder bereits einen Gehweg der neuen Brücke nutzen oder die Weser per Motorfähre überqueren. Die Erreichbarkeit der Gartenstadt für Rettungsdienste wird in dieser Zeit durch die Zusammenarbeit mit Niedersachsen und NRW sichergestellt.

In der Aussprache mit den rund 100 Besuchern der Informationsveranstaltung wurde auf Gefahrenstellen der Forststraße, die für die zu erwartende Verkehrsbelastung nicht ausgelegt ist, hingewiesen. Diskutiert wird ebenfalls noch die Baustellenzufahrt über die kleine Straße zum Einkaufszentrum und Campingplatz. Eine Zufahrt durch das Freibadgelände gestalte sich nach Aussage der Planer aufgrund von Natur- und Denkmalschutz schwierig. Die Erfordernisse der Weserschifffahrt seien in Bauplanung und bei der Behelfsbrücke ebenfalls berücksichtigt. (zlö)

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