Tierheim in Bad Karlshafen vermittelt auch Schafe und Ziegen

Wiesenfeld: 80 Hunde und 55 Katzen suchen ein Zuhause

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Vom Chihuahua bis zur Dogge: Die Hundeschule „Hundefreunde Dreiländereck“ gab Einblicke in ihre Arbeit. Einfach Kommandos, aber auch das Miteinander der Hunde wurde gezeigt. Lob und Leckerchen kommen bei der Erziehung regelmäßig zum Einsatz.

Bad Karlshafen. Das Tierheim in Bad Karlshafen hat sich bei einem Sommerfest der Öffentlichkeit vorgestellt. Bei den Verantwortlichen denkt man auch über eine Erweiterung nach.

Serena schmiegt sich an den Zaun ihres Geheges, genießt sichtbar die Streicheleinheiten der Besucher. Ein Stück weiter strecken vier Monate alte Mischlinge ihre Pfötchen zum Spielen durch das Gitter und nicht weit entfernt davon wird laut gekläfft. Denn ein Besuchertag bedeutet für viele Vierbeiner auch Stress. Einen entspannten Nachmittag hingegen verbrachten die vielen Gäste, die am Sonntag zum Sommerfest des Tierheims Bad Karlshafen gekommen waren.

„Derzeit haben wir 80 Hunde und 55 Katzen“, sagt Tierheimleiter Karsten Plücker. Außerdem hätten sie noch Schafe und Ziegen, die sie ebenfalls vermitteln würden. Eine kleine Gruppe von Hängebauchschweinen soll hingegen ihren Lebensabend auf Hof Wiesenfeld verleben.

Die Hunde des Heims stammen überwiegend aus Rumänien und Ungarn, wo der betreibende Verein, der Bund gegen Missbrauch der Tiere (BMT), ebenfalls Einrichtungen hat. „Aber auch aus Deutschland haben wir Hunde, die meist Abgabetiere sind.“ Die Katzen stammten sowieso allesamt von hier.

Erst im Frühjahr dieses Jahres hat der BMT, zu dem auch die Wau-Mau-Insel in Kassel gehört, das Tierheim übernommen. „Aus Kassel bringen wir auch Tiere her, die nicht so leicht vermittelbar sind“, erklärt Plücker. Hier auf dem 37 000 Quadratmeter großen Areal, habe man einfach bessere Möglichkeiten, die Schützlinge unterzubringen.

Wenn es nach Plücker geht, soll das Gelände noch wachsen: „Ich würde unser Grundstück gerne erweitern, um Pferde, Kühe und Hühner zu halten.“ Kindern aus der Stadt könnten dann beispielsweise echte Tiere vom Land kennenlernen.

Doch auch die gegenwärtige Situation beeindruckte viele Gäste. „Hier wird sich viel Mühe gegeben – und auch die Unterbringung ist klasse“, sagte eine Besucherin.

Versorgung im Notfall: Laura Richter zeigt an ihrem Hund Jackson, wie Erste Hilfe funktioniert. 

Neben dem Besuch der vielen Tiere gab es auch ein tolles Programm beim Fest: Zwei Hundeschulen gaben Einblicke in ihre Arbeit, zeigten, dass Lob und Leckerchen viel zur guten Erziehung beitragen. Auch ein Hundefriseur präsentierte seine Arbeit und eine Mitarbeiterin des Heims führte Mantrailing vor, suchte also mit ihrem Hund anhand einer Geruchsspur eine vermisste Person. Daneben wurden ausgesuchte tierische Kandidaten von Hof Wiesenfeld vorgestellt – vom aufgeweckten Jagdterrier bis zur ruhigen Retriever-Mix Hündin. Wie Erste Hilfe beim Hund aussieht, wurde erläutert. Da zeigte Elke Butterweck etwa, wie man aus Verbandsmaterial schnell eine Art Maulkorb machen kann.

Mit Kaffee, Kuchen und herzhaften Speisen und einem Infostand zum Thema Tierschutz wurde das Angebot ergänzt. Viele der Besucher hatten ihre Hunde dabei, von denen nicht wenige aus dem Tierheim Bad Karlshafen stammten.

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