Zwölf andere weisen Symptome auf

Zwei Menschen im Kreis Kassel an Q-Fieber erkrankt

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Auf einem Bauernhof werden Ziegen gegen das Q-Fieber geimpft. Diese Infektionskrankheit kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden.

Helmarshausen. Im Bad Karlshafener Stadtteil Helmarshausen sind zwei Menschen an Q-Fieber erkrankt. Zwölf weitere Patienten wiesen ähnliche Symptome auf.

Das teilte am Montag der Landkreis Kassel mit.

Lexikonwissen:

Q-Fieber bei Wikipedia

Q-Fieber führt zu einer grippeartigen Erkrankung mit Fieber, Gliederschmerzen und kann zu einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung führen. Auch eine Leberentzündung ist möglich. Übertragen wird das auslösende Bakterium durch Wildtiere und Nutztiere wie Schafe, Ziegen Katzen und Hunde. Hoch infektiös seien beispielsweise die Nachgeburten von Schafen, die gelammt haben, informiert das Gesundheitsamt des Landkreises. Die Inkubationszeit dauere zwei bis drei Wochen. Von dem Menschen aufgenommen werden die Erreger hauptsächlich über das Einatmen von infektiösem Staub. Der Erreger kann sich auch in Zeckenkot befinden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch sei nicht üblich.

Die Erkrankung ist unter anderem auch unter den Bezeichnungen Balkangrippe, Siebentagefieber, Kretafieber und Ziegengrippe bekannt. Die Symptome wie Fieber und Gliederschmerzen können mit einer Sommergrippe verwechselt werden. Nur in der Antarktis und in Neuseeland kommt der Erreger nicht vor.

Der Landkreis Kassel gehe derzeit Hinweisen nach, wonach in den Helmarshäuser Fällen Schafe der Ausgangspunkt der Erkrankungen sein könnten, sagt Kreispressesprecher Harald Kühlborn. Jetzt komme es darauf an, den Ansteckungsherd festzustellen, um weiteren Infektionen vorbeugen zu können. Die Behörden hätten alles Notwendige veranlasst, so der Kreissprecher.

Q-Fieber ist in Deutschland eine meldepflichtige Krankheit. In seltenen Fällen kann die Krankheit chronisch werden. Die Erreger können monatelang in Schafwolle, Heu und Stroh haften bleiben. Dementsprechend ist eine Ansteckung über Wolle, Milch und Fleisch möglich. Wer sich angesteckt hat, wird in der Regel mit Antibiotika behandelt.

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