Im Gebäude hat sich viel getan – Einzug ist für das kommende Frühjahr geplant – 30 Helfer aktiv

Bahnhof Hümme ist fast wie neu

Die Fassade des Bahnhofs sieht gut aus: Rudi Forejt (links) und Peter Nissen machen hier Steine passend, die für eine Brandschutzmauer im Keller benötigt werden. Die Fassade ist fast fertiggestellt – bis auf einige Fenster und die Verglasung des Eingangsbereichs, muss hier nichts mehr erneuert werden. Fotos:  Temme

Hümme. Der eine kratzt den Lack von den Türen ab, ein anderer verschließt Löcher in den Zimmerdecken und wiederum ein anderer kümmert sich darum, dass kein Unkraut vor dem Gebäude wächst. Im Hümmer Bahnhof ist in den vergangenen zwei Jahren viel passiert – inzwischen nimmt die einstige Bauruine Formen an und der Wandel zum Mehrgenerationenhaus wird immer deutlicher.

Jeden zweiten Samstag sind wir hier im Einsatz und ein Dutzend unserer Leute ist immer dabei.

Peter Nissen, Ortsvorsteher

All dies ist den 30 fleißigen Helfern zu verdanken, die fast alle einmal im Monat tatkräftig mit anpacken. „Jeden zweiten Samstag sind wir hier im Einsatz und ein Dutzend unserer Leute ist immer dabei“, erklärt Ortsvorsteher Peter Nissen.

Stil des Bahnhofs beibehalten

Besonders gut sieht der alte Bahnhof inzwischen von außen aus: Die Fassade wurde neu gestrichen, fast überall wurden neue Fenster eingebaut und auch das Dach ist komplett neu eingedeckt. „Dabei haben wir nicht nur die original Ziegelform genommen, sondern auch darauf geachtet, dass die Fenster genau so aussehen wie zuvor.“

Viel Liebe zum Detail ist an zahlreichen sanierten Stellen des Hauses zu erkennen: Ob die metallischen Ornamente am Dach, das komplett hochgesetzte Metallgeländer am Treppenaufgang oder die filigranen Fußleisten in den Zimmern – was den Helfern möglich ist, wird gemacht. Während es im Erdgeschoss teilweise noch recht wild aussieht, ist der erste Stock fast fertiggestellt.

Feuchte Wand

„Heute freuen wir uns besonders, dass wir im oberen Bereich unsere neue Küche einbauen konnten“, bemerkte der Ortsvorsteher am Wochenende stolz. Auch die Damen- und Herrentoiletten sind dort längst fertiggestellt. Das war vonnöten, ist doch schon vor einiger Zeit der erste Mieter – die Betriebsgesellschaft der Regiotram – auf dieser Etage eingezogen. Eigentlich hätten sie nun ihr Bahnhofsbüro, welches ebenfalls im ersten Stock untergebracht werden soll, in Angriff nehmen wollen, doch leider sei noch immer eine der Zimmerwände feucht.

Noch wesentlich mehr Arbeit wartet im Erdgeschoss: In einem Zimmer arbeitet das Bauteam gerade am Schließen einer Decke, in einem anderen müssen noch mehrere Bodenschichten eingezogen werden. Da in zwei Zimmern die Bahn noch immer eine Telefonanlage und eine weitere Elektronikanlage untergebracht hat, konnten diese bisher nicht in Angriff genommen werden. Der Ortsvorsteher hofft, dass auch dort nun bald Bewegung in die Sache kommt.

Fertigstellung im Frühjahr

Hatte man zuerst das Jahr 2014 für die Fertigstellung anberaumt, so geht der Bahnhofsverein nun stark vom Frühjahr 2015 aus.

Nebenbei: Vielleicht werde irgendwann auch in Hofgeismar möglich, was in Hümme vorgemacht wurde. Auch dort in der Stadt schlagen viele Herzen für das historische Bahnhofsgebäude. Er sei auch in Hofgeismar dran, etwas anzuschieben, verrät Nissen. „Allerdings ist noch nichts spruchreif“, sagte der Hümmer.

Von Tanja Temme

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