Freifunk Kassel kümmert sich um den Aufbau

Bald Gratis-Internet für Flüchtlinge in Caldener Unterkunft

Ein Blick von oben: Diese Luftaufnahme zeigt die Flüchtlingsunterkunft auf dem alten Caldener Flughafen. Am Montagabend war Ministerpräsident Volker Bouffier vor Ort. Foto: Brosche

Calden. Grünes Licht gibt es jetzt für kostenloses Internet (Wlan) in der Caldener Flüchtlingsunterkunft. Für den Aufbau hofft die zuständige Organisation auf Spenden.

Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke hatte während des Besuchs des Ministerpräsidenten Volker Bouffier am Montagabend zugesagt, die etwa 40 Euro monatlich für einen Internetanschluss in der Unterkunft zu übernehmen. Auch vom für die Erstaufnahme zuständigen Regierungspräsidium Gießen liegt jetzt das „grundsätzliche Einverständnis für freies Internet in der Caldener Zeltstadt vor“, bestätigte Sprecherin Gabriele Fischer.

Das Vorhaben angestoßen hatte vor einiger Zeit die Organisation Freifunk Kassel. Deren Mitglieder wollen sich auch um die Umsetzung kümmern. Das heißt, sie kaufen die Technik und bringen sie zum Funktionieren. „Dadurch entstehen Kosten von 1000 bis 2000 Euro“, sagt Jörg Bertram von Freifunk Kassel. „Wir werden versuchen, das Geld durch Spenden einzunehmen.“

Michael Conrad, Sprecher des Regierungspräsidiums Kassel, bestätigte am Dienstag ebenfalls, dass der Weg für freies Internet in der Caldener Zeltstadt frei sei. „Die Organisation kann von uns aus loslegen, sobald die technischen Einzelheiten geklärt sind“, sagt er. „Die Menschen haben in der Zeltstadt wenige Möglichkeiten, sich zu beschäftigen. Auch deshalb wäre es toll, wenn sie per Smartphone Kontakt mit ihren Familien aufnehmen und ins Internet gehen könnten“, sagt Conrad.

Die Organisation Freifunk Kassel hatte kritisiert, dass sie das Unterstützungsangebot schon vor längerer Zeit gemacht und keine Rückmeldung vom RP bekommen hätte. „Den Flüchtlingen Betten, Toiletten, Essen und Trinken zur Verfügung zu stellen und diese Abläufe zu regeln, hatte einfach Priorität“, sagte Conrad.

In Hessen gibt es bereits eine Flüchtlingsunterkunft in Marburg, die mit Wlan-Stationen, also kostenlosem Internet, ausgestattet ist.

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