Bauarbeiten an der Hofgeismarer Sporthalle sollen bald abgeschlossen sein

Bald wieder für Schulunterricht und Vereinssport nutzbar: Die Arbeiten an der Hofgeismarer Kreissporthalle sind in den letzten Zügen. Foto: Fischer

Hofgeismar. Die Renovierungsarbeiten an der Kreissporthalle „Am Anger" sind fast abgeschlossen.

Ab Oktober ist die Halle wieder für Vereine und den Sportunterricht der Schulen nutzbar.

Großveranstaltungen mit über 200 Leuten sind aus sicherheitstechnischen Gründen jedoch erst mit Beseitigung des Außengerüsts möglich. Dieses könnte aber auch noch ein paar Wochen nach Freigabe der Halle stehen bleiben.

Die Bürger schimpfen bereits darüber, dass die Halle nicht rechtzeitig mit Ende der Sommerferien nutzbar ist.

Der Hofgeismarer Eberhard Davin sagt: „Es scheint, als sei den Politikern und Verantwortlichen der Vereinssport nicht so wichtig, wie er es sein sollte.“ Man hätte bereits vor den Sommerferien mit dem Bau beginnen müssen, da hätten die meisten Schulklassen und Vereine sowieso draußen Sport gemacht. Bald solle es kälter werden, sodass die Halle wieder genutzt werden müsse. Eine frühzeitigere und bessere Organisation wäre laut Davin sinnvoll gewesen.

Landkreissprecher Harald Kühlborn erklärte, dass die Bauarbeiten zu aufwendig gewesen seien. Eine kleine Verzögerung aufgrund einer nicht rechtzeitig vorhandenen Genehmigung des Regierungspräsidiums habe es nicht möglich gemacht, nur in den Schulferien zu bauen.

Des Weiteren müsse man sich an die vorgeschriebenen Gesetze und Abläufe halten.

Seit 2008 wurde in insgesamt fünf Bauabschnitten an der Modernisierung und Sanierung der Halle gearbeitet. Auslöser für die Bauarbeiten waren unter anderem mehrere Brandanschläge, die schlussendlich zu Reparaturen im Bereich der Umkleidekabinen geführt haben. Diese Restaurierungen bedingten, dass die in den 60er Jahren erbaute Halle aufgrund neuer Brandschutzverordnungen gleich generalüberholt werden sollte. „Es gibt einen Bestandsschutz für solche älteren Gebäude, allerdings muss im Falle anstehender Arbeiten auch der Brandschutz den neuen Verordnungen angepasst werden“, erklärt Knut Warmuth, Inhaber des vom Landkreis Kassel beauftragten Architekturbüros Warmuth.

Das erarbeitete Brandschutzkonzept sah zwei bauliche Rettungswege vor, wodurch die Tribüne in zwei Teile aufgeteilt werden musste. Somit wurde ein Fluchtweg geschaffen. Ebenso ist ein Prallschutz an den Innenwänden der Halle vorgeschrieben, der die Verletzungsgefahr beschränken soll.

Im letzten Bauabschnitt wird jetzt die Sprecherkabine erneuert, die Tribüne mit einem Geländer aus Sicherheitsglas fertiggestellt und die Außenfassade mit einer Wärmedämmung ausgestattet. Die Kosten für diese letzten Arbeiten liegen bei 270 000 Euro, insgesamt habe die Erneuerung und Renovierung der Halle 2,5 Millionen Euro gekostet, so Harald Kühlborn.

Von Aline Fischer

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