Gründungsarbeiten für Essetalbrücke der B 83-Ortsumgehung dauern drei Monate

83-Ortsumgehung: Gründungsarbeiten dauern drei Monate

Zwei Stück am Tag: Bis zu 20 Meter tief bohrt ein Spezialbagger für die 1,20 Meter dicken Betonpfähle als Gründung in den weichen Untergrund, damit die zwölf Brückenpfeiler später genug Halt haben. Die Bohrlöcher werden mit Stahl und Beton ausgefüllt. Fotos: Thiele

Hofgeismar. Dem 90-Tonnen-Bagger widersteht kein Boden: Mit Macht bohrt sich der meterdicke Bohrer bis zu 20 Meter tief durch den Oberboden und den Schotter bis in den festen Untergrund.

Die eingeführten Rohre werden mit einem Baustahlgerüst versehen, mit Beton ausgegossen und wieder herausgezogen. Dann geht es nebenan wieder von vorne los, zwei Pfähle pro Tag schafft die Maschine.

Mit der Niederbringung der Betonbohrpfähle hat gestern der Bau der großen Essebrücke begonnen, die später die neue B 83 über die Flussniederung der Esse zwischen der Carlsdorfer Straße und der Eisenbahnstrecke südlich Hofgeismars hinwegführen wird.

Linie erkennbar: Die Baustraße für Lkw und Kräne zeigt die Trasse an, auf der die Spezialmaschine (links) die Gründungspfähle für die Pfeiler herstellt. Stephan Nolte von der Bauaufsicht des ASV zeigt auf das Brückenende am zweiten Widerlager, das als Damm hinter den Bäumen sichtbar ist.

144 Betonbohrpfähle mit einem Durchmesser von 1,20 Meter und einer baugrundabhängigen Länge von zehn bis 20 Meter bilden nach Angaben des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) in Kassel die Gründung der zehn Brückenpfeiler und der beiden Widerlager. Drei Monate werden diese Arbeiten dauern. Auf diese Pfähle werden acht mal elf Meter große und zwei Meter dicke Betonplatten gegossen, auf denen dann die eigentlichen Brückenpfeiler errichtet werden, die an der tiefsten Stelle des Tales 18 Meter hoch aufragen werden.

Schon nächste Woche beginnt der Bau der sogenannten Widerlager, der Verbindungsbauwerke zwischen der Betonbrücke und dem Straßendamm. Damit ihr Gewicht keine Setzungen verursacht, wurden vor einem halben Jahr an ihrer Stelle schon 50 000 Kubikmeter Boden als Vorschüttungen errichtet, die den Erddamm um 20 Zentimeter absinken ließen und jetzt teilweise wieder entfernt wurden.

Der Bau der Brücke soll gut 18 Monate dauern, 9000 Kubikmeter Beton sowie 1200 Tonnen Stahl verbrauchen und 5,9 Millionen Euro kosten. Im Sommer beginnt der Bau der Brücke für die Carlsdorfer Straße, nächstes Jahr der Bau der Bahnbrücke, die an die Essetalbrücke anschließt. (tty)

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