Eltern machen sich Sorgen

Baustelle in Holzhausen ist Herausforderung für Schulkinder

Baustelle blockierte Weg: Joel hatte mit Hindernissen auf seinem Schulweg zu kämpfen. Die Eltern kritisieren die Informationspolitik der Stadt. Foto: Temme

Holzhausen. Die Baustelle auf der Kasseler Straße in Holzhausen ist für Grundschüler eine Herausforderung. Von ihren Erfahrungen berichtet Familie Reise-Erdmann.

Für ihren Sohn Joel (6) sei es eine Zeit lang schwer gewesen, einen Teil seines Schulweges sicher zu bewältigen. Grund dafür war, dass sein gewohnter Schulweg gesperrt war.

Die Stadt betont, dass man im Vorfeld die Immenhäuser über die Arbeiten informiert habe und die Arbeiter ihr Möglichstes für die Sicherheit der Kinder getan hätten.

„Ich bin sehr ärgerlich darüber, dass uns die Stadt Immenhausen nicht informiert hat, dass sie die Diltheystraße sperren werden“, sagt dagegen Rene Reise, Vater des Schulanfängers. Auch über die Verlegung der Bushaltestelle hätte sie im Vorfeld nichts verlautbaren lassen. „Bei meinem Anruf beim Bauamt hieß es nur, dass die Bushaltestelle doch nur um zehn Meter verlegt worden sei - es wurde also heruntergespielt.“

Tatsächlich habe dies für den Erstklässler doch viele Tage lang eine gewaltige Auswirkung gehabt: „Da der normale Weg zur Haltestelle gesperrt war, sind fast alle Kinder einfach über den Zaun gesprungen, was wir aber unserem Sohn verboten haben“, erklärt Mutter Sandra Erdmann. Deshalb musste Joel am ersten Tag zurück und eine riesige Schleife durch das Wohngebiet machen. Als der Sechsjährige schließlich die Hauptstraße erreichte, wo die Baustelle ist und sich die Bushaltestelle befindet, wurde die Situation nicht einfacher.

Da wegen der Arbeiten nur die eine Seite des Gehweges zur Verfügung stand, wollte der junge Holzhäuser diese auch nutzen. „Leider war nur ein riesiger Bagger auf dem Bürgersteig geparkt, so dass unser Kind wieder auf der Straße laufen musste.“ Auch wenn dies kein Dauerzustand blieb, so sei es doch viele Tage lang schwierig geblieben, sicher die andere Straßenseite zu erreichen.

„Da es auf der einen Seite keinen Bürgersteig mehr gibt, steht unser Sohn mitten auf einer Kreuzung, um hinüber zu kommen.“ Gerade in den Morgenstunden, wenn Joel zur Schule aufbricht, ist es nicht nur dunkel, sondern die Hauptstraße ist auch stark befahren. „Für ein Kind in dem Alter ist es schon eine Herausforderung, so eine Situation zu meistern - teilweise wusste er einfach nicht, wie er zur Haltestelle kommen soll.“ Wesentlich besser, aber noch nicht perfekt sei die Situation seit vergangener Woche.

Von Tanja Temme

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