Gruppe wächst international

AKG baut um und muss rationalisieren

Hofgeismar. Der Hofgeismarer Hersteller von Kühlanlagen AKG spürt den zunehmenden Kosten- und Wettbewerbsdruck und will die Produktion im Stammwerk Hofgeismar straffen. „Wir müssen rationalisieren“, sagte Mitgeschäftsführer Detlef Reinsberg im Gespräch mit der HNA.

Ob dabei Personal abgebaut werden müsse, sei noch nicht entschieden. Grund für den Rationalisierungsdruck ist laut Geschäftsführer und Inhaber Hartwig Pietzcker der seit Jahren rückläufige Umsatz des Hauptwerkes. Seit 2006 haben sich die Verkaufserlöse in Hofgeismar halbiert. Setzten die Nordhessen damals noch 161 Millionen Euro mit Produkten aus dem Mutterhaus um, werden es in diesem Jahr voraussichtlich nur noch 78 Mio. Euro. Während die Verkaufserlöse in Hofgeismar sinken, entwickelt sich das Geschäft an den ausländischen Standorten so gut, dass der Gruppenumsatz trotz der negativen Entwicklung im Inland insgesamt zulegt. Er soll in diesem Jahr um zwei Prozent auf 281 Mio. Euro steigen. Bislang schreibt AKG schwarze Zahlen.

Hintergrund dieser gegenläufigen Entwicklung ist, dass immer mehr Baumaschinen-Hersteller – mit einem Umsatzanteil von 45 Prozent der mit Abstand wichtigste Kundenkreis – ihre Produktion in boomende Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien verlagern. Das führt dazu, dass auch AKG Produktionskapazitäten im Ausland kräftig ausgebaut hat. „Wir müssen unseren Kunden folgen. Wenn wir das nicht tun, sind wir draußen“, erklärte Pietzcker.

Gleichwohl bekennt er sich klar zum Hauptstandort: „Hofgeismar bleibt Firmensitz sowie Forschungs- und Entwicklungszentrum und wird zum Innovationsstandort umgebaut“, sagte der Firmenchef. Derzeit investiert AKG zwei Mio. Euro in die Einführung von SAP-Software in der Produktion. Erst unlängst flossen eine Mio. in die Fertigung von Kondensatoren für Wäschetrockner. (von José Pinto)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.