Funkstille um Beberbeck

Skizze des geplanten Ferienressorts Beberbeck

Hofgeismar. Neue Nachrichten über die Pläne des Ferienresorts Schloss Beberbeck gibt es seit Monaten keine. Vielmehr wird die Öffentlichkeit von Hofgeismars Bürgermeister Heinrich Sattler

mit vagen Aussagen vertröstet, in „vielversprechenden Gesprächen“ mit Investoren zu stehen.

Nun aber weigert sich das Stadtoberhaupt sogar, Auskunft darüber zu geben, was mit öffentlichen Steuergeldern geschieht, die der Besitzgesellschaft Domäne Beberbeck in Form einer Bürgschaft zur Verfügung gestellt werden, um für die Ferienanlage Baurecht zu erlangen.

Fragen, die unsere Zeitung zu den beiden Bürgschaften von insgesamt 3,5 Millionen Euro schriftlich einreichen musste, blieben unbeantwortet.

Auskunft geben sollte der Bürgermeister darüber, was mit dem bisher ausgegebenen Geld der zweiten Bürgschaft über 1,5 Millionen Euro bezahlt wurde. Eine klare Antwort dazu verweigerte das Stadtoberhaupt allerdings.

Artikel: 3,5 Mio. Euro für Gesellschaft

Kommentar zum Thema

Wilfried Eckart, einer der beiden Geschäftsführer der Besitzgesellschaft Domäne Beberbeck, beschied unserer Zeitung auf Anweisung Sattlers: Der Gesellschaftervertag lasse es nicht zu, über konkrete Zahlen in der Öffentlichkeit zu sprechen. Auskunftspflichtig sei man nur dem Aufsichtsrat der Gesellschaft, dem Rechnungsprüfungsamt des Landkreises und dem Magistrat der Stadt, hieß es weiter.

Alle notwendigen Ausgaben würden im Übrigen vom Magistrat beschlossen. Der wiederum sei an die Vergabeordnung der Stadt gebunden und somit kontrollierbar, teilte Eckart mit.

Wissen wollte unsere Zeitung beispielsweise, was mit dem bisher ausgegebenen Geld der zweiten Bürgschaft bezahlt wurde. Dabei ging es auch um etwa angefallene Reisekosten und den Betrag über 200 000 Euro für die Einstellung eines hauptamtlichen Geschäftsführers, der seinerzeit ins Feld geführt worden war, um die zweite Bürgschaft vom Parlament genehmigt zu bekommen. Die Besitzgesellschaft hüllt sich darüber allerdings in Schweigen.

Nur soviel sagte Eckart, an die Einstellung eines hauptamtlichen Geschäftsführers sei derzeit nicht gedacht. Die zusätzlich bewilligten 1,5 Millionen Euro reichten nach dem derzeitigen Stand der Dinge aus, um für das Gelände Baurecht zu erlangen.

Von Peter Kilian

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