Neue Details erwartet 

Behörde prüft nun Strecke für Weser-Salzleitung

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Aktuelle und einzige Einleitstelle für Salzabwasser an der Werra in Philippsthal in der Nähe des Standortes Hattorf. Foto: K+S/nh

Wahlsburg/Oberweser. Eineinhalb Jahre wartete der Kasseler Kalikonzern K+S auf den ersten Genehmigungsschritt für den Bau einer Salzleitung zur Oberweser. Nun ist es soweit.

Heute startet das so genannte Raumordnungsverfahren mit Auslegung der Unterlagen.

Damit werden auch neue Details zur Pipeline und dem geplanten Salzspeichersee bekannt: So hält K+S beide Stanorte für Becken - rechts und links der Weser - für gleichermaßen geeignet und legt sich noch nicht fest.

Beim Raumordnungsverfahren prüft das Regierungspräsidium Kassel, wo eine Leitungstrasse verlaufen könnte, bei möglichst geringen Auswirkungen für die Umwelt.

Dazu wird die Öffentlichkeit befragt. Bis zum 10. Februar liegen die Verfahrensunterlagen deshalb beim RP Kassel sowie in Kommunen aus. Im Kreisteil sind das: Liebenau, Trendelburg, Calden, Hofgeismar, Oberweser und Wahlsburg sowie das Forstamt Reinhardshagen. Bis zum 29. Februar kann jeder Anregungen und Bedenken beim RP einreichen.

In den vergangenen Wochen machten bereits Unterlagen des Antrags im Kreisteil die Runde. Schon lange wurde vermutet, dass eine Waldfläche 1500 Meter nördlich von Gottsbüren ein Standort für das Speicherbecken werden könnte. Das ist nun Gewissheit. Für den so genannten Farrenplatz spricht laut Unterlagen: Das Becken wäre kaum zu sehen und die Eigentumsverhältnisse sind unproblematisch, da es sich um Forstflächen handelt.

Die zweite Fläche, 950 Meter südlich von Lippolsberg, gehöre dagegen vielen verschiedenen Eigentümern. Das mache den Ankauf des Bodens schwierig. Trotz dieser Unterschiede kommt K+S zu dem Schluss: Im Ergebnis seien beide Standorte als gleichwertig einzustufen.

Eine Erörterung der eingereichten Bedenken ist im Mai, der Abschluss des Raumordnungsverfahrens für Herbst vorgesehen.

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