Fast 500 Gäste bei der neunten Sommernacht

Bella Italia an der Klosterkirche - mediterranes Flair in Lippoldsberg

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Idyllisch: Sonja und Helmut Weddig (vorn) verbrachten mit Freunden einen schönen Sommerabend im Kirchgarten von Lippoldsberg. Mehr als 400 Gäste waren bei der Veranstaltung der Kirchengemeinde dabei.

Lippoldsberg. Bella Italia hielt am Samstagabend im Garten der Lippoldsberger Klosterkirche Einzug: Mit Volksmusik aus Sizilien, Pasta und Bruschetta sowie Chianti zauberte die örtliche Kirchengemeinde mediterranes Flair in den idyllischen Kirchgarten.

Fast 500 Gäste waren zur inzwischen neunten Sommernacht gekommen.

Wer meinte, mit Ohrwürmern von Eros Ramazotti oder Mandolinenklängen verwöhnt zu werden, hatte weit gefehlt: Volksmusik aus Sizilien von der Band „Vucciria Musica Siciliana“ mit reichlich Percussion, feurigen Tarantellas und leidenschaftlichem Gesang stand auf dem Programm. „Uns ist die Musik zu speziell, wir hatten uns etwas anderes vorgestellt“, sagte ein Ehepaar aus Reinhardshagen, das schon nach zwei Stunden die Heimreise antrat. Ganz bewusst hatte sich Nicola Uphoff-Watschong, die das Ensemble für die Veranstaltung gebucht hatte, für diese Musik entschieden: „Nein, Mainstream wollten wir nicht präsentieren – ausgesuchte Weltmusik sollte es sein“, sagte die Vertreterin des Fördervereins der Klosterkirche, der den Abend mitveranstaltete.

Traditionelle Musik

Durch Internetrecherche hatte sie die vier Musiker entdeckt, die aus Italien und Frankreich stammen. „Wir machen traditionelle Musik vom gesamten Mittelmeerraum“, sagte Musiker Giuseppe Perna, und es gebe auch einige Eigenkompositionen. Da wurde mal lustig wie ein Schaf ins Mikrofon geblöckt, temperamentvoll mit der Rahmentrommel der Rhythmus geschlagen oder auch eine zarte Melodie mit einer Flöte integriert. Wem das nicht gefiel, der bekam nach Einbruch der Dunkelheit andere Musik: Dann ertönten Gianna Nannini, Adriano Celentano und all die anderen Ohrwürmer aus dem Land von Pizza und Pasta aus den Boxen.

Pause machen: Nachdem die vier Musiker der Band Vucciria Musica Siciliana eine Stunde lang gespielt hatten, gönnten sie sich eine kurze Pause. Mit dem besonderen italienischen Gefährt war einer der Gäste gekommen. Auch ein kleiner Fiat und ein schicker Alfa Romeo parkten auf dem Rasen.

Neben der Musik kritisierten Besucher auch das schnell ausgegangene Essen: „Schon vor 20 Uhr gab es weder Lasagne, noch Bruschetta mehr“, sagte Anne Schröder aus Hofgeismar. Nur Würstchen und Steaks seien noch im Angebot gewesen. Dazu sagte Uphoff-Watschong, dass es den Veranstaltern schlichtweg an Helfern mangele. „Unsere Gruppe hat gestern den gesamten Tag vorbereitet, mehr konnten wir nicht schaffen.“

Genau deshalb überlegt das Team nun auch, den Rhythmus der Sommernächte von einjährig auf zweijährig zu verschieben. „Noch ist nichts spruchreif, wenn wir noch einige Unterstützer finden, wird es kommendes Jahr weitergehen“, erklärte die Wahlsburgerin.

Neben den kleinen Kritteleien verlebten die Gäste dennoch eine herrliche Sommernacht im einzigartigen Kirchgarten: „Schöner kann es in Italien auch nicht sein“, kommentierte eine Lippoldsbergerin. Sie sei schon gespannt, welches Land beim nächsten Mal im Mittelpunkt stehe.

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