Hunderte von Gästen schauten zu

Schweinetrogrennen an neuem Standort – 45 Teams gingen an den Start

Eberschütz. Was an der Weser einst mit Backtrögen stattfand, machen die Eberschützer seit vielen Jahren mit Schweinetrögen: Am Samstagabend war es wieder soweit – in alten Schweintrögen wurde diemelabwärts mit den Händen um die Wette gepaddelt.

„Nach neun Schweintrogrennen haben wir uns nun für einen neuen Veranstaltungsort entschieden“, sagte Hans-Rainer Lühmann, Vorsitzender des veranstaltenden Eberschützer Geschichtsvereins. Dafür seien sie einfach auf die andere Seite der Diemelbrücke gewechselt, ans Ufergebiet Unter den Kastanien. Dort sei es nicht nur durch die vielen Bäume schattiger, sondern auch die Toiletten der Diemeltalhalle könnten von dort aus bequem erreicht werden.

90 waren bei Gaudi dabei

45 Teams gingen am Spätnachmittag an den Start. „Mehr als 50 können sowieso nicht mitmachen, das wird einfach zu viel“, erklärte Martin Andreas vom Organisationsteam. Da das Rennen nach dem K.o.-System ausgerichtet wurde, immer zwei Teams gegeneinander auf der Diemel kämpften, dauerte es ganze drei Stunden bis die Sieger ermittelt wurden. Alte Hasen und Neulinge, Kinder und Erwachsene, Frauen und Männer sowie sportlich Ehrgeizige und solche, die einfach nur dabei sein wollten, traten da gegeneinander an. Dass auch ein wenig Glück dazu gehörte, zeigte sich dabei immer wieder: Einige setzten mit ihren Trögen auf, andere kamen vom Kurs ab oder mussten stoppen, weil zu viel Wasser in ihr Gefährt geflossen war.

Superglücklich und ziemlich erschöpft war das Siegerteam Ralf Blessing/Kai Koch am Ende des Wettstreits. „Ich spüre meine Arme nicht mehr“, bemerkte BlueTec-Chef Blessing, der mit seinem Angestellten kämpfte. Sie seien mit dem Ziel hierher gekommen, besser zu sein als beim letzten Mal, als sie den dritten Platz belegt hätten. „Dass das so gut geklappt hat, lag an unserem Glücksbringer, dem blauen Handtuch – das hatten wir vor zwei Jahren auch schon dabei“, juxten die beiden. Vorbereitet hatten sich das BlueTec-Team zwar nicht, aber eine gewisse Paddelstrategie war ihnen schon wichtig. „Gleichmäßige Bewegungen, Handflächen nach außen gewandt, der Schwerere nach hinten und dann Gas geben“, erklärte Kai Koch, der auch sonst viel Sport treibt.

Schweinetrogrennen an neuem Standort: 45 Teams am Start

Schweinetrogrennen an neuem Standort: 45 Teams am Start © HNA/Temme
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Doch wie kamen die Eberschützer einst darauf, ausgerechnet Schweinetröge für ihr Flussrennen zu nehmen? „Bei uns im Dorf hat es früher oft Hochwasser gegeben“, so Lühmann, in Schweinetrögen hätten die Leute damals ihr Hab und gut gerettet - so seien sie auf die Schlacht-Utensilie gekommen.

Von Tanja Temme

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