Waren es Silvester-Raketen?

Brand in der Silvesternacht: Scheune wird Raub der Flammen

Brand in der Silvesternacht: Scheune wird Raub der Flammen
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Brand in der Silvesternacht: Scheune wird Raub der Flammen

Oedelsheim. Komplett zerstört wurde in der Neujahrsnacht eine Scheune auf einem Bauernhof an der Weserstraße in Oedelsheim. Den 80 Einsatzkräften mehrerer Feuerwehren gelang es, eine Ausbreitung auf andere Gebäude im Zentrum des Fachwerkdorfes zu verhindern.

Der Schaden beträgt etwa 100 000 Euro. Nach der Brandursache wird noch gesucht. Laut Feuerwehr und Kriminalpolizei deutet aber einiges darauf hin, dass der zweimal entflammte Brand durch Silvesterraketen ausgelöst wurde.

Gegen 1 Uhr wurde die Feuerwehr Oedelsheim das erste Mal alarmiert und löschte nach Angaben des Gemeindebrandinspektors Peter Munk zunächst ein Kleinfeuer im Eingangsbereich der Scheune.

Strohreste wurden aus der Scheune transportiert und das Gebäude mit einer Wärmebildkamera der Uslarer Feuerwehr untersucht. Zu diesem Zeitpunkt habe es definititv keine Glutreste mehr gegeben, betonte Munk. Die Feuerwehr rückte dann wieder ab.

Etwa eine Dreiviertel Stunde später, gegen 4.40 Uhr, gab es einen erneuten Alarm, diesmal stand die Scheune aber rasch in voller Ausdehnung in Flammen. Der komplette Dachstuhl brannte ab.

Die Feuerwehren aus allen Ortsteilen der Gemeinden Wahlsburg und Oberweser waren im Einsatz, dazu die Drehleitern aus Hofgeismar und Uslar, die Berufsfeuerwehr Kassel mit vier Kräften und einem Atemschutzcontainer sowie zwei Rettungswagen. Die Feuerwehrleute konnten ein Niederbrennen der Fachwerkscheune nicht verhindern. Es gelang ihnen aber, ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohnhaus und weitere Nachbarbauten zu verhindern.

Fotos: Scheune in Oedelsheim brennt nieder

Scheune in Oedelsheim brennt nieder

Scheune in Oedelsheim brennt nieder: der Tag danach.
Scheune in Oedelsheim brennt nieder: der Tag danach. © Herbold
Scheune in Oedelsheim brennt nieder: der Tag danach.
Scheune in Oedelsheim brennt nieder: der Tag danach. © Herbold
Scheune in Oedelsheim brennt nieder: der Tag danach.
Scheune in Oedelsheim brennt nieder: der Tag danach. © Herbold
Scheune in Oedelsheim brennt nieder: der Tag danach.
Scheune in Oedelsheim brennt nieder: der Tag danach. © Herbold
Scheune in Oedelsheim brennt nieder: der Tag danach.
Scheune in Oedelsheim brennt nieder: der Tag danach. © Herbold
Scheune in Oedelsheim brennt nieder: der Tag danach.
Scheune in Oedelsheim brennt nieder: der Tag danach. © Herbold
Scheune in Oedelsheim brennt nieder: der Tag danach.
Scheune in Oedelsheim brennt nieder: der Tag danach. © Herbold
Scheune in Oedelsheim brennt nieder: der Tag danach.
Scheune in Oedelsheim brennt nieder: der Tag danach. © Herbold
Scheune in Oedelsheim brennt nieder
Scheune in Oedelsheim brennt nieder © Klinge
Scheune in Oedelsheim brennt nieder
Scheune in Oedelsheim brennt nieder © Feuerwehr Kassel
Scheune in Oedelsheim brennt nieder
Scheune in Oedelsheim brennt nieder © Klinge
Scheune in Oedelsheim brennt nieder
Scheune in Oedelsheim brennt nieder © Feuerwehr Kassel
Scheune in Oedelsheim brennt nieder
Scheune in Oedelsheim brennt nieder © Feuerwehr Kassel
Scheune in Oedelsheim brennt nieder
Scheune in Oedelsheim brennt nieder © Herbold
Scheune in Oedelsheim brennt nieder
Scheune in Oedelsheim brennt nieder © Herbold
Scheune in Oedelsheim brennt nieder
Scheune in Oedelsheim brennt nieder © Herbold
Scheune in Oedelsheim brennt nieder
Scheune in Oedelsheim brennt nieder © Siebert/HNA
Scheune in Oedelsheim brennt nieder
Scheune in Oedelsheim brennt nieder © Siebert/HNA
Scheune in Oedelsheim brennt nieder
Scheune in Oedelsheim brennt nieder © Siebert/HNA
Scheune in Oedelsheim brennt nieder
Scheune in Oedelsheim brennt nieder © Siebert/HNA
Scheune in Oedelsheim brennt nieder
Scheune in Oedelsheim brennt nieder © Siebert/HNA
Scheune in Oedelsheim brennt nieder
Scheune in Oedelsheim brennt nieder © Siebert/HNA

Den ganzen Neujahrstag über sollte ein Brandschutzdienst vor Ort bleiben. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Die Brandentstehung gibt noch Rätsel auf. Nach dem ersten Brand war die Dachhaut noch unbeschädigt, Teile des unverbrannten Strohs wurden hinaustransportiert.

Der zweite Brand sei in einem ganz anderen Bereich der Scheune entstanden und könne mit dem ersten Brand nichts zu tun haben, sagte Peter Munk als Einsatzleiter. Es sei nicht auszuschließen, dass eine Rakete in die nach dem ersten Brand offene Scheune geflogen sei.

Nach dem Sprengstoffgesetz ist das Abbrennen in der Nähe von Fachwerkhäusern verboten oder an besondere Auflagen geknüpft. Möglicherweise müsse man überlegen, diese Verbote konsequenter umzusetzen beziehungsweise zu überwachen, sagte der Gemeindebrandinspektor in einer ersten Stellungnahme. Die Kriminalpolizei ermittelt weiter. (tty)

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