Brandschutz wie auf Bauernhof

Brand wie im Krefelder Zoo? Kreis sieht für Tierpark Sababurg keine Gefahr

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Weit entfernt vom Feuerwerk: Die Tiere im Tierpark Sababurg können entspannt bleiben. Der Tierpark sei so abgelegen, dass keine Gefahr durch das Feuerwerk bestehe, sagt Kreis-Pressesprecher Harald Kühlborn.

In der Silvesternacht hat ein Feuer im Zoo in Krefeld in Nordrhein-Westfalen 30 Tiere getötet. Eine Himmelslaterne soll das Affenhaus in Brand gesteckt haben. Könnte ein solches Szenario auch im Tierpark Sababurg passieren? Wir haben dazu nachgehakt.

In der Silvesternacht hat ein Feuer im Zoo in Krefeld in Nordrhein-Westfalen 30 Tiere getötet. Eine Himmelslaterne soll das Affenhaus in Brand gesteckt haben. Könnte ein solches Szenario auch im Tierpark Sababurg passieren? Wir haben dazu nachgehakt.

Für ein solches Unglück zu Silvester sieht der für den Park zuständige Landkreis Kassel keine Gefahr: „Der Tierpark Sababurg liegt so weit außerhalb, dass das bei uns kein Thema ist“, sagt Kreis-Pressesprecher Harald Kühlborn. In der Neujahrsnacht gebe es in der direkten Umgebung kein Feuerwerk, nur wenige Gebäude befinden sich in der Nähe.

„Anders als in Krefeld gibt es bei uns keine großen Hausanlagen“, erklärt Kühlborn. Die Gegebenheiten im Tierpark seien nicht mit einem Zoo im Stadtgebiet vergleichbar. Ein Großteil der Tiere im Tierpark lebe auf Freiflächen und habe lediglich Unterstellmöglichkeiten. Sollte es dort brennen, könne der Brand schnell gelöscht werden, sagt Kühlborn.

Alle anderen Tiere könnten sich frei zwischen einem Innen- und Außenbereich bewegen. Somit wären sie bei einem Brand nicht in einem Gebäude eingeschlossen.

Ganz ausschließen lasse sich eine Gefahr jedoch nie: „Wenn jemand etwas nutzt, das verboten ist, dann nutzt auch der beste Brandschutz nichts“, sagt Kühlborn. Gegen eine vorsätzliche Brandstiftung könne man sich nicht schützen. Alle Gebäude auf dem Gelände würden jedoch den Brandschutzvorgaben entsprechen.

Besondere Brandschutzvorgaben gebe es für den Tierpark nicht, erläutert Kühlborn weiter. Die Brandschutzkriterien seien die gleichen wie für jeden Bauerhof im ländlichen Bereich. Brandmeldeanlagen gibt es nur in der Elch-Lodge und im Eingangsbereich, also in den Bereichen in denen sich vorwiegend Menschen aufhalten.

In den Gehegen gibt es keine Brandmeldeanlagen. Das Affenhaus sei das massivste Gebäude. Sollte jemand dort einen Brand legen, könne nicht ausgeschlossen werden, dass Tiere nicht überleben würden, sagt Kühlborn. Im Fall eines Brandes habe die Feuerwehr einen Notfallplan.

„Der Kreis hat bereits eine Menge für den Brandschutz im Tierpark gemacht“, sagt der Hofgeismarer Stadtbrandinspektor Guido Scherp. Sollte es brennen, seien zunächst die Feuerwehren aus Hombressen und Gottsbüren zuständig. Genaue Angaben zum Notfallplan könne er öffentlich nicht machen, ergänzt Scherp.

Die Brandgefahr im Tierpark Sababurg schätzt er „genauso wie im Wald“ ein. Im vergangenen Jahr habe es im Tierpark einen Kleinstbrand gegeben. Ein vertrockneter Baumstumpf habe gebrannt. Die Ursache konnte nicht geklärt werden, sagt Guido Scherp.

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