Neuer Fahrplan noch offen

Brücke in Gieselwerder ab Montag halbseitig gesperrt

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Stabile Pfeiler: Seit 120 Jahren stehen die Pfeiler der Weserbrücke bei Gieselwerder. Bohrungen sollen klären, ob sie auch eine neue Brücke tragen können. Die teilweise zerstörten Gewölbe (links) wurden ebenfalls wie der Mittelteil 1950 instandgesetzt und teilweise erneuert.

Bohrarbeiten an den historischen Pfeilern der Weserbrücke bei Gieselwerder werden ab Montag das erste sichtbare Zeichen für den geplanten Neubau der Brücke sein.

Die erweiterte Untersuchung der Bausubstanz soll die Frage klären, in welcher Form ein Neubau der Brücke bei gleichzeitiger Erhaltung der denkmalgeschützten Brückenköpfe möglich ist.

Wie Marco Lingemann von Hessen Mobil mitteilte, rechnet die Behörde mit den Ergebnissen bis Mitte des Jahres. Lingemann: „Erst dann entscheidet sich, wie sich die weitere Planung gestaltet und welches Bauverfahren am günstigsten wäre.“ Sobald diese Ergebnisse vorliegen, werde man die Gemeinde Wesertal einbeziehen. Gemeinsam werde man dann auch festlegen, wann eine weitere Bürgerinformation stattfindet. Hessen Mobil hat derzeit nur einen Planungsauftrag für einen Neubau an gleicher Stelle.

Insgesamt 16 Bohrungen werden gemacht

Bei den aktuellen Baustoffuntersuchungen zieht die von Hessen Mobil beauftragte Fachfirma mehrere Bohrkerne aus dem historischen Bauwerk. Die Planer wollen so die Stärke und Materialbeschaffenheit der gemauerten Gewölbebögen ermitteln. Außerdem werden auf diese Weise Informationen zur Tiefe und dem baulichen Zustand der Widerlager sowie der Brückenpfeiler eingeholt. Es sei derzeit nicht klar, wie dick das umgebende Mauerwerk ist und welche Füllung sich im Inneren befindet.

Insgesamt nimmt die Firma 16 Bohrkerne auf. Jeweils zwei an den beiden Widerlagern und je ein Bohrkern an den Brückenpfeilern. Jeweils fünf Bohrungen werden von unten in die Brückenbögen getätigt.

Die Arbeiten ab dem 20. Januar dauern voraussichtlich zwei Wochen. In dieser Zeit können Fahrzeuge nur einspurig über die Brücke fahren. Damit es an der Einmündung aus Richtung Lippoldsberg und Oedelsheim nicht durch Rückstaus zu gefährlichen Situation kommt, wird dort ebenfalls eine Baustellenampel aufgestellt. Während der Bohrungen in den Gewölben wird aus Sicherheitsgründen auch der darunterliegende Geh- und Radweg gesperrt.

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