Aktionsbündnis Pro Märchenland

Ice Bucket Challenge: Eisdusche gegen Windkraft

Lippoldsberg. Vier Männer, vier Eimer mit Eiswasser: Das Aktionsbündnis Pro Märchenland nutzt die Ice Bucket Challenge auch, um gegen Windkraft zu protestieren.

Die Ice Bucket Challenge hat auch ins Märchenland Einzug gehalten. Mitglieder des Aktionsbündnisses Pro Märchenland wagten eine Eisdusche, folgten somit dem Trend, der vor Wochen aus den USA zu uns überschwappte. Damit wollten sie nicht nur helfen, sondern auch auf ihre Protestaktionen gegen Windkraftanlagen im Reinhardswald und Salzeinleitungen in die Weser aufmerksam machen.

Ein Video zum Artikel folgt in Kürze an dieser Stelle.

Sie taten beides - kniffen nicht vor dem kühlen Nass und spendeten dennoch für Erforschung der Nervenkrankheit ALS. „Außerdem spenden wir noch für die Unicef für sauberes Wasser - das passt doch perfekt hierher“, sagte Klaus Becker. Da Oliver Penner, Klaus Becker, Björn Zackenfels und Frank Sendt unabhängig voneinander für die Challenge nominiert waren, taten sie sich für die gute Sache zusammen. „Uns geht es dabei nicht um Selbstdarstellung, sondern unser Anliegen soll dabei im Vordergrund stehen“, erklärte Oliver Penner. Damit meint er den Kampf gegen Salzeinleitung in Weser und Werra sowie das Verhindern einer Industrialisierung des Oberweserberglandes mit bis zu 100 Großwindrädern und einem Salzsee im Wald.

Genau deshalb wählten sie für die Eisdusche auch die Weserfähre in Lippoldsberg, am Fuße des Reinhardswaldes. „Mit dieser Aktion machen wir nicht nur auf unsere Inhalte aufmerksam, wir hoffen auch, dass die von uns nominierten Entscheidungsträger nun einmal Farbe bekennen.“

Und so forderte Penner keinen geringeren als Ministerpräsident Volker Bouffier heraus, Zackenfels wählte Landrat Uwe Schmidt, Becker entschied sich für Regierungspräsident Dr.Walter Lübcke und Frank Sendt nominierte den K+S Vorstandsvorsitzenden Norbert Steiner.

Deshalb hatte Sendt sich auch erstmals vom Eiswasser verabschiedet und stattdessen einen Eimer voll Salz über den Kopf geschüttet, was nicht weniger unangenehm war. Später folgte natürlich auch noch der Eiskübel. „Der Regierungspräsident fiel uns zuerst ein, denn der ist mal so und mal so - aus dieser Nummer kommt er nicht so schnell raus“, bemerkte Penner.

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