Bürgerentscheid zur Fusion 

Oberweser und Wahlsburg: Bürger stimmen deutlich für die Fusion

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Geduldsprobe: Erst nachdem die Landtagswahl und die Volksabstimmung ausgezählt waren, konnten sich die Wahlhelfer in Gieselwerder ab 19.22 Uhr um den Bürgerentscheid kümmern.

Oberweser/Wahlsburg. Der Landkreis Kassel wird schon bald eine Gemeinde weniger haben. Die Bürger in Oberweser und Wahlsburg haben am Sonntag entschieden, dass ihre Gemeinden 2020 zu einer neuen Gemeinde an der Weser fusionieren sollen.

Aktualisiert um 23.45 Uhr. Die Fusion wird kommen: Die Bürger in Oberweser und Wahlsburg haben sich am Sonntag für die Fusion entschieden.  In Oberweser kreuzten 70,26 Prozent ja an, in Wahlsburg 74 Prozent.

Relativ lange mussten die Einwohner von Wahlsburg und Oberweser auf das Ergebnis ihres Bürgerentscheids zur Gemeindefusion warten: Weil die Landtagswahl vorher ausgezählt werden musste, konnte das Endergebnis erst um 20 Uhr verkündet werden: 74 Prozent der Wahlsburger und 70,26 Prozent der Wahlberechtigten aus Oberweser stimmten für die Fusion. „Genauigkeit geht vor Schnelligkeit“, meinte die Ortsvorsteherin von Gieselwerder, Hildegard Gunkel-Becker, als um 19.22 Uhr in diesem, dem größten Wahlbezirk in Oberweser, die Auszählung des Bürgerentscheids begann. Zusammen mit der Landtagswahl waren hier gut 1500 Stimmzettel auszuwerten. 

Die Ergebnisse wurden per Telefon übermittelt und dann als Tabelle im Foyer des Haus des Gastes projiziert, wo sich nach und nach interessierte Bürger aus beiden Gemeinden einfanden. Auf der Wand wechselten sich rasch die sich ständig verändernden Ergebnisse der Landtagswahl und des Bürgerentscheids ab. Am Ende votierten für die Fusion: in Lippoldsberg 67,89 Prozent, in Vernawahlshausen 79,84 Prozent der Wähler, bei der Briefwahl in Wahlsburg 78,99 Prozent. In Oberweser stimmten mit Ja: in Arenborn 64,66 Prozent, in Gewissenruh 81,67 Prozent, in Gieselwerder 68,92 Prozent, in Gottstreu 63,51 Prozent, in Heisebeck 71,32 Prozent, in Oedelsheim 67,89 Prozent und bei der Briefwahl in Oberweser 77,38 Prozent. Der Bürgerentscheid hat die Wirkung eines endgültigen Beschlusses der Gemeindevertretung und ist nun umzusetzen. Wenn nicht mindestens 25 Prozent der Wahlberechtigten mit Ja gestimmt hätten, hätte nun die Gemeindevertretung über die Angelegenheit entscheiden müssen. Man wollte aber auf keinen Fall gegen die Bürger entscheiden, hieß es.

Der Fahrplan: So geht es jetzt weiter: Nach dem Fusionsbeschluss müssen Anfang Januar 2019 die Vorbereitungen für den Grenzänderungsvertrag erfolgen. • Im nächsten Jahr müssen die Gemeindevertretungen den Grenzänderungsvertrag beschließen sowie Vereinbarungen für einen vorläufigen Gemeindevorstand, eine vorläufige Gemeindevertretung zum 1. Januar 2020 sowie für Rechtsnachfolgen, Personal, Orgfanisation, Ortsrecht usw. treffen. • Es wird ein Staatsbeauftragter als vorläufiger Bürgermeister zum 14. August 2019 (Ruhestand Quentin) bestellt. Es wird wahrscheinlich C. Turrey. • Aufstellung der Eröffnungsbilanz und des Haushaltsplans der neuen Gemeinde zum 1.1. 2020. • Am 1. Januar 2020 tritt der Grenzänderungsvertrag für die neue Gemeinde in Kraft, der durch die Aufsichtsbehörde genehmigt werden muss. • Zum 1. April 2020, soweit möglich aber erst mit der nächsten Kommunalwahl 2021 werden der neue Bürgermeister und die neue Gemeindevertretung gewählt. • Bis Jahresende 2020 Anpassung des Ortsrechts für die neue Gemeinde. (tty)

Aktualisiert um 20.45 Uhr.

  • Die Briefwähler aus Wahlsburg sind da: 78,99 Prozent stimmten für die Fusion, 21,01 Prozent dagegen.
  • Das erste Ergebnis kommt aus Vernawahlshausen. Dort stimmten 79,84 Prozent für die Fusion. 19.53 Prozent dagegen.
  • Auch aus Oberweser liegt das Ergebnis der Briefwähler vor: Demnach stimmten 78,55 Prozent für die Fusion, 21,4 Prozent dagegen.
  • In Gewissenruh sprachen sich 81,67 Prozent für die Fusion aus, 18,33 Prozent stimmten dagegen. 
  • Das Ergebnis aus Arenborn lautet: 64,66 Prozent stimmten für die Fusion, 35,34 Prozent dagegen. 
  • Auch in Gottstreu steht die Entscheidung fest: Dort stimmten 63,51 Prozent für die Fusion, 36,49 Prozent sprachen sich dagegen aus.
  • In Heisebeck sprachen sich 71,33 Prozent für die Fusion aus. 28,29 Prozent stimmten gegen die Gemeindefusion.
  • In Gieselwerder sind  

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