Auszählung der Briefwahl-Stimmen verzögerte sich

Bürgermeisterwahl in Immenhausen: Langes Warten auf das Ergebnis

Beifall für den glücklichen Gewinner: von links der neue Bürgermeister Lars Obermann, SPD-Fraktionschef Ingo Kuhlmey, Parlamentsvorsitzender Carsten Siebert und Ortsverbandsvorsitzender Kai Hofmeyer. 
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Beifall für den glücklichen Gewinner: von links der neue Bürgermeister Lars Obermann, SPD-Fraktionschef Ingo Kuhlmey, Parlamentsvorsitzender Carsten Siebert und Ortsverbandsvorsitzender Kai Hofmeyer. 

Geduld war gefragt, bis der Gewinner der Immenhäuser Bürgermeisterwahl feststand. Wie gewohnt, lieferte der kleine Stadtteil Mariendorf gegen 18.20 Uhr das erste Ergebnis – das übrigens den CDU-Kandidaten Hans-Christian Göttlicher vorn sah.

Dann mussten sich die Beobachter im Stadtverordnetensitzungssaal und die Immenhäuser jedoch bis 21.50 Uhr gedulden, bis das endgültige Ergebnis feststand.

Vorher hatte sich schon abgezeichnet, dass der Immenhäuser SPD-Kandidat Lars Obermann gewinnen würde. Aber erst um kurz vor 22 Uhr war klar, dass die Bürgermeisterwahl ganz knapp schon im ersten Wahlgang entschieden wurde.

Die Auszählung der vielen Briefwahlstimmen hatte sich in die Länge gezogen. Etwa 2600 Wähler (von 5777 Wahlberechtigten) aus dem gesamten Stadtgebiet hatten bis Freitagmittag Briefwahlunterlagen beantragt. Die Wahlvorstände waren aufgestockt worden. Auch Helfer waren dazugekommen, um den großen Berg zu bewältigen. Außerdem musste zuerst die Bundestagswahl ausgezählt werden.

Bis gegen 21.30 Uhr blieb es im Sitzungssaal sehr ruhig, dann füllte sich der Saal auch. Die beiden Briefwahlbezirke gaben schließlich den Ausschlag. Nachdem die Stimmen aus Kernstadt und Stadtteilen gezählt waren, lag Obermann deutlich vorn. Aber auch noch zwei Prozent unter der absoluten Mehrheit. Gegen 21.50 Uhr brandete Beifall auf, als das lang erwartete Ergebnis des zweiten Briefwahlbezirks angezeigt wurde. Obermann hatte 50,21 Prozent (2146 Stimmen) bekommen. FL-Kandidatin Ute Krug kam auf 22,91 Prozent (979 Stimmen), CDU-Kandidat Hans Christian Göttlicher auf 26,88 Prozent (1149 Stimmen). 73 ungültige Stimmen wurden gezählt (1,68 Prozent). Damit war klar, dass sich Obermann im ersten Wahlgang gegen die beiden Mitbewerber durchgesetzt hatte. Und damit fiel bei ihm die Anspannung ab. Die hatte sich auch nicht gelöst, als sich der Sieg Obermanns immer deutlicher abzeichnete, aber die Frage der Stichwahl noch offen war.

Zufrieden war man im Rathaus-Sitzungssaal mit der Wahlbeteiligung von 75,25 Prozent. Die hatte gemeinsam mit den Corona-Vorschriften dafür gesorgt, dass sich vor den Wahllokalen in der Freiherr-vom-Stein-Schule in der Kernstadt zeitweise Schlangen bildeten. Die Wahlvorstände sorgten in den Wahllokalen dafür, dass alles Notwendige desinfiziert wurde.

Lars Obermann bedankte sich bei seinen Wählern, bei seinen Helfern und seiner Familie für die Unterstützung in den vergangenen Wochen. Er hoffe, dass auch die ihn akzeptieren, die ihn nicht gewählt haben. Gemeinsam auch mit ihnen wolle er „gute Politik für Immenhausen“ machen, sagte der glückliche Gewinner. „Es war knapp, aber es reicht“, ergänzte Oermann. Er sei froh, dass der Wahlkampf damit vorbei ist und eine Stichwahl nicht nötig wurde.

Nach seiner kurzen Rede im Rathaus feierte der Gewinner gemeinsam mit der SPD in der Jahn-Turnhalle. Zuvor hatte seine Familie gemeinsam mit dem späteren Gewinner das Geschehen im Sitzungssaal verfolgt.

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