Einweihung im Dezember geplant

15 Einwohner bauen in Obermeiser an einem Dorfplatz

Hier entsteht der Dorfplatz: Fast eineinhalb Jahren kämpften Ortsvorsteherin Sabine Neumeyer, Architekt Harm Köhne (rechts) und ihr Team dafür im Ortskern von Obermeiser. Auch Martin Neumeyer (Mitte) will sich beteiligen.
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Hier entsteht der Dorfplatz: Fast eineinhalb Jahren kämpften Ortsvorsteherin Sabine Neumeyer, Architekt Harm Köhne (rechts) und ihr Team dafür im Ortskern von Obermeiser. Auch Martin Neumeyer (Mitte) will sich beteiligen.

Wo bis vor zwei Jahren noch ein in die Jahre gekommenes Abrisshaus stand, soll nun ein ansehnlicher Dorfplatz entstehen.

Obermeiser - Mächtig ins Zeug gelegt haben sich Ortsvorsteherin Sabine Neumeyer und ihre Mitstreiter, um in Obermeiser eine Begegnungsstätte im Ortskern realisieren zu dürfen. Gemeint ist ein rund 500 Quadratmeter großes Grundstück, wo bis zum Frühsommer 2019 noch ein verwahrlostes Gebäude stand. „Um der Gemeinde Kosten zu ersparen, hat die Dorfgemeinschaft damals bei der Räumung mitgeholfen“, berichtet Neumeyer und ergänzt, dass bei dieser Aktion die Idee aufgekommen sei, die zukünftige freie Fläche als Multifunktionsplatz zu nutzen.

Da die Gemeinde nach dem Abriss das Areal auch zum öffentlichen Verkauf angeboten hatte, mussten die Obermeiser Bürger schon ein wenig auf die Pauke hauen, veranstalteten kleine Demos vor Gremiensitzungen und präsentierten schließlich den Gemeindevertretern ihr Konzept. „Wir haben schon getrommelt, denn das Projekt war vielen sehr wichtig“, sagt die 49-jährige Ortschefin.

Warum es vielen sehr wichtig war, das hat sie schnell zusammengefasst: Man habe keine Gastwirtschaft mehr, weshalb dieser Platz als Begegnungsstätte für alle dienen solle. Damit meint sie nicht nur sämtliche Vereine und die Kirche, die hier Feiern und Ähnliches veranstalten könnten, sondern auch Radfahrer, die hier gerne Station machen dürften. Deshalb soll es auf der Fläche auch eine E-Bike-Ladestation geben.

Ein Ort zum Verweilen: Auf dem rund 500 Quadratmeter großem Areal soll es eine Kletterwand sowie ein Boule-Feld geben. Die Fläche wird keinen Rasen haben, sondern der Pflege wegen geschottert sein. Für Radfahrer soll es eine E-Bike-Ladestation geben.

Doch nicht nur das: Eine Kletterwand für Kinder, eine Anlage zum Boule spielen, zahlreiche Sitzgelegenheiten sowie eine kleine Hütte als Unterstand sind geplant. „Grundsätzlich wollten wir es möglichst pflegeleicht gestalten, da der Gemeinde auch in Zukunft keine Kosten entstehen sollen“, erklärte Neumeyer.

Das bisherige Konzept wurde von Harm Köhne, einem Architekt aus dem Ort kostenlos erstellt. Für die Realisierung der Anlage hat er rund 20.000 Euro veranschlagt, eine Summe, die aus Fördermitteln akquiriert werden soll. Spätestens im Frühjahr, wenn dem Förderantrag stattgegeben wurde, will das rund 15-köpfige Dorfplatz-Team mit den Arbeiten beginnen. „Wir haben uns schon einiges vorgenommen, denn spätestens im Dezember dieses Jahres wollen wir fertig sein und dann hier vielleicht schon einen Weihnachtsmarkt feiern“, betont Sabine Neumeyer. Um die Fördermittel zu erhalten, muss die Gruppe zehn Prozent der Summe selbst beisteuern. „Und dafür benötigen wir noch Spenden von Bürgern oder Firmen, die unser Projekt unterstützen möchten“, erläutert die Ortsvorsteherin. Darauf seien sie auch in Zukunft angewiesen, da man für Pflege und Erhaltung natürlich selbst zuständig sei. (Tanja Temme)

Info: Wer das Projekt unterstützen möchte, kann dies unter folgender Kontonummer tun: Kasseler Sparkasse; Stichwort: Spende Dorfplatz Obermeiser; IBAN: DE 85 520 503 530 108 000 054

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