Regierungspräsidium hat Zahlen bestätigt

1750 Flüchtlinge nun in Calden, 200 kommen nach Beberbeck

Beberbeck/Calden. Im Hofgeismarer Stadtteil Beberbeck entsteht eine Unterkunft für 200 Flüchtlinge. Das bestätigte das Regierungspräsidium (RP) am Donnerstagmittag.

Außerdem ist die Zahl der Flüchtlinge auf dem Flugplatz Calden auf 1750 angewachsen.

Die Flüchtlinge sollen in Beberbeck in das alte Herrenhaus und ein kleineres Nebengebäude einziehen. Wann die ersten kommen, ist unbekannt. „Das alte Herrenhaus wird aber am Samstag bereit sein, so dass die ersten aufgenommen werden können“, sagt RP-Sprecher Harald Merz.

Er dementierte auch die Zahl von 700 Flüchtlingen in Beberbeck, die zuerst die Runde gemacht hatte. Maximal könne man 300 dort unterbringen. Beberbeck soll vor allem als Erstaufnahme-Unterkunft für syrische Familien mit Kindern dienen. Es gehe auch darum, die Zeltstadt in Calden zu entlasten.

Aktualisiert um 13.38 Uhr

Auch dort brodelte die Gerüchteküche, von 2000 Menschen auf dem Flugplatz war die Rede. Tatsächlich waren in der Nacht zu Donnerstag neue Flüchtlinge angekommen. Die bezifferte der RP-Sprecher aber auf 250. Offiziell beherbergt die Zeltstadt 1750 Menschen. Die Kapazität in Calden war kürzlich für 1500 Menschen erweitert worden. „In Notsituationen können wir aber bis 1800 aufnehmen.“ Dies sei jedoch kein Dauerzustand, Calden solle so schnell wie möglich entlastet werden.

Im Hofgeismarer Rathaus konnte man zu der Angelegenheit am Mittwochmittag noch nicht viel sagen: „Wir würden gerne helfen, aber dazu brauchen wir detaillierte Informationen“, erklärt Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth (SPD).

Harsche Kritik gab es vom Ex-Landrat Udo Schlitzberger (SPD), der sich eigentlich für eine Flüchtlingsunterbringung in Beberbeck stark gemacht hatte: Das Land habe genug Zeit gehabt, eine Unterkunft in Beberbeck in Ruhe einzurichten. Dass dies nun so plötzlich und ohne richtige Information geschehe, sei falsch. „Diese Art des Umgangs mit Menschen und Kommunen schafft kein Vertrauen.“

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