Täglicher Betrieb eingestellt - Bilanz

16 Millionen fürs Impfzentrum Calden

Eine Corona-Schutzimpfung wird vorbereitet.
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Eine Corona-Schutzimpfung wird vorbereitet. (Symbolbild)

Mit insgesamt 172. 000 verabreichten Impfungen von Februar bis Ende September endete am Donnerstag der tägliche Betrieb im Impfzentrum Calden.

Calden – Rund 16 Millionen Euro hat der Landkreis Kassel als Betreiber in dieser Zeit investiert. Die Kosten werden mit dem Land Hessen abgerechnet. Das erklärt Landkreissprecher Harald Kühlborn.

Ab sofort können sich Impfwillige nur noch mittwochs zwischen 15 und 19 Uhr ohne Termin impfen lassen. Bisher hatte der Landkreis das Impfzentrum unter der Regie des hessischen Innenministeriums betrieben, seit heute ist das Sozialministerium zuständig. „Das Ministerium hat die Gesundheitsämter beauftragt, die Impfkampagne weiter zu organisieren“, erklärt Kühlborn. Gemeinsam mit der Stadt Kassel ist das Impfzentrum in Calden noch Anlaufstelle für die mobilen Teams. Durch das Ende des täglichen Betriebes im Impfzentrum könnten ab 4. Oktober vier mobile Teams die Bewohner der Seniorenheime und deren Pflegekräfte drittimpfen. In den kommenden Wochen sollen so 3500 Senioren im Kreis versorgt werden.

20 von 700 Mitarbeitern bleiben

Von 700 Menschen, die bis 30. September in Calden gearbeitet haben, bleiben noch rund 20 übrig. Die meisten hatten befristete Arbeitsverträge bis Ende September. Dazu zählten unter anderem medizinisches Personal, Reinigungskräfte und der Sicherheitsdienst.

Aus Sicht des Landkreises war die Entscheidung für den Ausbau des Impfzentrums am ehemaligen Flughafen Calden richtig und sinnvoll. „Die damalige Instabilität des Impfstoffes hätte keine dezentrale Lösung zugelassen“, erklärt der Kreissprecher. Der medizinische Bereich der früheren Erstaufnahme für Flüchtlinge sei ideal gewesen und der Umbau dort überschaubar.

Impfstoffmangel bereitete Probleme

Viel schwieriger sei es gewesen, mit dem zunächst herrschenden Impfstoffmangel umzugehen. Der Kreis und die Mitarbeiter hätten damit zu kämpfen gehabt, dass bei den Impfwilligen für eine rasche Impfung Erwartungen in Berlin geweckt worden seien. „Da hat es über Monate viel Ärger gegeben, obwohl allen vor Ort die Hände gebunden waren“, berichtet Kühlborn. Dazu gehörten auch die Probleme beim Impfportal des Landes.

Die Lage entspannte sich deutlich im Juli. In diesem Monat war auch der Tag mit den meisten Impfungen von der Eröffnung am 9. Februar 2021 an bis heute: Allein 1653 Impfdosen wurden am 12. Juli verabreicht. (Bea Ricken)

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